Wie eine geölte Maschine fertigte die Corona-Drive-In-Teststelle des DRK Kreisverband Reutlingen vom 23. – 24. Dezember in insgesamt neun Stunden die Testpersonen ab. Die Einsatzkräfte glichen Zahnrädern, die so routiniert arbeiteten, als würden sie diese außergewöhnliche Aktion bereits seit Wochen betreiben. Hierdurch konnten in Spitzenzeiten 40 Tests in 15 Minuten durchgeführt werden.
Sichtlich erleichtert zeigten sich die DRK-Bereitschaftsleiter von Eningen Timo Merz und Metzingen Daniel Schnell am Ende der gratis Testaktion. Man habe hierfür keine Blaupause gehabt und hätte die Aktion sehr kurzfristig planen müssen, so Daniel Schnell. Man sei deshalb sehr froh, dass die ehrenamtlichen Helfer aufgrund ihrer guten Ausbildung im Bevölkerungsschutz und in Betreuungslagen sich schnell auf die geplante Aktion einstellen konnten und letztlich ihr Wissen in der Praxis vorbildlich anwenden konnten. Timo Merz nickt und ergänzt: „In der Planungsphase hätte ich nicht gedacht, dass wir die „Weihnachtsretter-Aktion“ so reibungslos über die Bühne bekommen. Ich bin überwältigt von der ausschließlich positiven Resonanz aus der Bevölkerung.“

Juchzende Freudenausrufe

Dass die Resonanz durchweg positiv war lässt sich erahnen, wenn man die abfahrenden Probanden beobachtete. Aus den Fahrzeugen schallten Jubel und Lachen, nachdem die Helfer die negativen Testergebnisse mitgeteilt hatten. Eine Welle der Dankbarkeit ergoss sich über die Einsatzkräfte, die an der Einsatzstelle immer wieder für die gute Organisation und den reibungslosen Ablauf gelobt werden.
Daniel Schnell betont: „Wir haben wahrgenommen, dass vielen Menschen buchstäblich ein Stein vom Herzen fiel, als wir ihnen das negative Testergebnis mitgeteilt haben.“ Allerdings sei dies auch kritisch zu betrachten. Ein negativer Test sei kein Freifahrtschein, da der Schnelltest nur eine begrenzte, gar trügerische Sicherheit bieten könne. Abstand halten sei weiterhin das oberste Gebot.
Auf die Frage, ob denn auch positive Tests registriert wurden, erklärte Timo Merz, man habe weniger als 0,5 Prozent positive Tests erhoben. „Die Personen, die einen positiven Schnelltest erhielten, haben wir im Anschluss durch unseren Arzt mit einem PCR-Test abgestrichen. Dies ist so einzigartig bei den Schnelltestaktionen im Land.“ erklärt Merz. Die Menschen müssten so nicht extra an eine weitere Teststelle fahren und könnten sich sofort in Quarantäne begeben. Auch würde durch dieses Verfahren, die Ergebnisübermittlung beschleunigt.
An Heiligabend um Punkt 12 Uhr schloss die Teststelle ihre Pforten und die Einsatzkräfte des gesamten Landkreises bauten nach einer Selbsttestung auf das Virus zufrieden ihre Zelte ab, um am Abend rechtzeitig zum Fest zu Hause zu sein.