Metzingen / Kirsten Oechsner  Uhr

Die Formalien wie Vorstandswahl und Kassenbericht gerieten bei der Hauptversammlung des Fördervereins Kino und Kultur fast in den Hintergrund angesichts der von Unsicherheit geprägten Frage, wie es mit dem Luna Filmtheater weitergeht. „Wir hängen in der Luft“, beschrieb die einstimmig wiedergewählte Vorsitzende Stefanie Spingler die von Nervosität geprägte Situation.

Von Dr. Ulrich Fiedler hatten sich die knapp 30 Mitglieder Antworten erhofft, doch die konnte der Oberbürgermeister trotz mehrerer Gespräche mit der Volksbank Ermstal-Alb nicht liefern: „Wir sind weder Betreiber noch Vermieter“, machte er deutlich. Unterstrich aber eines nachdrücklich: Stadtverwaltung und Gemeinderat würden sich für einen Erhalt des Traditionskinos am jetzigen Standort einsetzen, auch finanziell. Doch bevor Zuschüsse fließen könnten, müsse die Zukunft gesichert sein. Was ihm als Vertreter der Bürgerschaft bleibe, der nicht Vertragspartner, sondern Unterstützer sei: „Ich kann positiv auf den Vermieter einwirken, was ich auch getan habe.“

Fakt ist: Am 31. Dezember dieses Jahres läuft der Mietvertrag aus. Im Augenblick wisse niemand, wie eine Zukunft des Kinos aussehen werde, und da keine Planungssicherheit herrsche, könnten auch keine Investitionen getätigt werden, sagt Thorsten Hail vom Stadtjugendring Urach. Der Stadtjugendring betreibt die Kinos in Metzingen und Bad Urach.

Die Unterstützung fürs Luna ist derweil groß: 6000 Menschen haben sich seit Juni vergangenen Jahres auf Unterschriftenlisten für den Erhalt des Kinos ausgesprochen.

Neuer Vorstand des Fördervereins

Beim Förderverein Kino und Kultur standen Wahlen an, für weitere zwei Jahre wird Stefanie Spingler den Vorsitz übernehmen. Auf den langjährigen Kassenwart Michael Wurz folgt Peter Hild und Susanne Mayer übernimmt den Posten der Schriftführerin von Gisela Fischer, die dem Vorstand als Beisitzerin erhalten bleibt.