Hülben Die spirituelle Kraft

Organisatorin Karin Schmauder und Teresa Zukic (v.l.). Foto: Mara Sander
Organisatorin Karin Schmauder und Teresa Zukic (v.l.). Foto: Mara Sander
MAR 30.11.2013
Mindestens 200 Hülbener Frauen wissen jetzt von Schwester Teresa Zukic mehr über die spirituelle Kraft Menschen zu (er-)tragen.

"Jeder ist normal, bis du ihn kennst - von der spirituellen Kraft Menschen zu er(tragen)" war Thema der katholischen Schwester Teresa beim Hülbener Frauenfrühstück am Samstag im evangelischen Gemeindehaus.

Die aus vielen Vorträgen und aus dem Fernsehen, als Buchautorin und Komponistin von christlichen Musicals bekannte Ordensschwester von der von ihr gegründeten "Kleine Kommunität der Geschwister Jesu" in Weisendorf ist ständig "im Auftrag des Herrn unterwegs", wie sie selbst sagt und auch auf ihrem Auto als Aufkleber sichtbar ist.

Neben vielen Ereignissen aus ihrem Leben, die sie das erleben ließen, worüber sie schreibt, gab sie konkrete Lebenshilfe mit dem "ABC der Gefühle" und damit einen Leitfaden für alle Situationen, in denen sich Frau verletzt fühlt oder verzweifelt ist. "Ab heute kränkt dich keiner mehr", hatte Schwester Teresa in ihrem Leben beschlossen und hofft, dass viele Frauen das auch für sich nachvollziehen können.

"Die Antwort auf Anerkennung ist Neid" war ein Impuls dazu, verletzte Gefühle zu erkennen und sich bewusst zu werden, dass "verletzte Menschen verletzen".

Es sei wichtig, "Gefühle verstehen zu lernen, um Probleme zu bewältigen". Nicht eine Situation oder Äußerung verletzen, sondern erst die Bewertung durch jeden selbst führe dazu, denn was den einen nicht stört, kann den anderen durchaus kränken.

"Was wir denken, das fühlen wir", brachte Schwester Teresa es auf den Punkt, an dem jeder ansetzen kann, umzudenken. "Der andere darf sagen und tun, was er will, es gibt kein Gesetz, das er lieb zu mir sein muss. Die Frage ist nur, wie ich es bewerte", so die Referentin.

Was andere sagen, müsse einem nicht gefallen, aber es müsse auch nicht verletzen.

Es ist Ihre Entscheidung, wie lange Sie leiden wollen, machte sie bewusst, dass es Möglichkeiten gibt, aus der Opferrolle der Verletztheiten auszusteigen. Eine "Geheimwaffe" sei Humor, denn lachen zügelt negative Gefühle, betonte sie. Wer lacht, kann nicht gleichzeitig aggressiv sein. Statt in einer lautstarken Auseinandersetzung zu leiden, sei es entwaffnend zum Beispiel zu sagen: "Gut, dass du es so laut gesagt hast. Jetzt habe ich es verstanden". Ihre "Lachtherapie gegen Schmerzen" zeigte auch im Gemeindesaal Wirkung.