Metzingen Die Sache mit dem Eichenprozessionsspinner

Metzingen / Von Peter Kiedaisch 31.07.2018

Kurz vor Beginn der Sommerferien genießen Schüler immer diese schönen Tage. Die Zeugnisse sind geschrieben, keine Hausaufgaben dehnen mehr die Nachmittage wie Kaugummi in die Länge, und dann gibt es ja noch den obligatorischen Ausflug zum Schuljahresende. Und das in so einem Sommer, der nichts als Sonne zu kennen scheint.

Eine zweite Klasse aus einer Schule in Metzingen hat es dazu gar nicht so sehr in die Ferne gezogen. Oben, vom Weinberg aus, ist die Sicht wunderbar, zudem gibt es eine gemütliche Grillstelle, umrahmt von Wald, also Birken, Buchen, vereinzelt Ahorn und Eichen. Dort schmeckt die mitgebrachte Rote Wurst. Insofern unterscheiden sich Ausflüge und Wandertage gar nicht so wesentlich von denen früherer Generationen.  Doch die Dinge sind im Wandel. Das verdeutlicht eine Raupe, die es in Deutschland wohl schon so lange wie die Wälder selbst gibt, die aber erst seit einigen Jahren bekannt ist. Sie taucht in keiner Erzählung auf, in keinem Märchen, in keinem alten Volkslied, ganz anders als der Baum, an dem sie nagt. Man hat sie nie besungen, doch inzwischen schafft sie es in fast jedem Sommer in die Schlagzeilen. Die Raupe trägt einen Pelz aus feinen Haaren, die ein Eiweißgift namens Thaumetopoein enthalten.

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