Metzingen Die Jugend musiziert mit ihrer Stimme

Metzingen / WIELAND LEHMANN 29.01.2013
Es ist der 50. Wettbewerb von "Jugend musiziert" und die Musikschule war wieder einer der Austragungsorte des Regionalwettbewerbs. Zu hören waren Pop-Gesang und Ensembles mit klassischen Liedern.

"Jugend musiziert" - was anfänglich mit jungen Streichern und Bläsern begann, um den Kulturorchestern Nachwuchs zu sichern, ist längst zu einem Wettbewerb geworden, der nicht nur in zahlreichen Kategorien ausgetragen wird, sondern auch eine beachtliche Attraktivität nicht nur unter Musikbegeisterten gefunden hat. Alle drei Jahre findet dieser Wettbewerb statt, die regionalen Wettbewerbe dazu jährlich. Dass die Metzinger Musikschule zu den Austragungsorten gehört, ist nicht nur den räumlichen Bedingungen geschuldet, es ist zugleich eine Anerkennung der Arbeit und der Leistungen der Lehrkräfte an dieser Einrichtung.

Am Wochenende präsentierten sich hier die Teilnehmer in den Altersgruppen III, IV, V und VI in den Kategorien Pop-Gesang und Gesang Ensemble. Ersteres entspricht dem Bedürfnis der Jugendlichen nach ihnen gemäßen musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten und wurde zum zweiten Mal in den Wettbewerb aufgenommen. Und es war nicht nur eine Präsentation erreichter Leistung für ein Publikum, eine Jury wertete nach strengen Gesichtspunkten. Ihr gehörten als Leiter Jörg Sommer aus Balingen, Fola Dada aus Stuttgart, Meike Hohlhepp aus Tübingen und Barbara Stein aus Stuttgart an.

Zwölf Teilnehmer interpretierten Songs ganz unterschiedlicher Komponisten und Sänger, wobei wohl auch die Zuhörer manch neues Stück für sich entdecken konnten. Dass die entsprechende stimmliche Leistung besondere Beachtung fand, versteht sich von selbst. Doch dass auch der mimische und gestische Ausdruck der Interpretation Eindruck machte, zeigte, wie sich die jungen Interpreten mit ihrer inneren Haltung in diese Musikrichtung einbringen.

Vier Paare beziehungsweise Gruppen bewiesen im klassischen Gesangsbereich in welcher Breite sie den anspruchsvollen Stücken von Henry Pursell, Robert Schumann, Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und anderen gewachsen sind. Auch hier beeindruckte nicht nur die stimmliche Präzision der Interpreten zueinander, sondern auch der darstellerische Ausdruck.

Da alle Teilnehmer mehrere Lieder zu Gehör brachten, spürte man auch eine zunehmende Sicherheit in ihrer Bühnenpräsenz.

25 Punkte waren als Höchstwertung zu erreichen, Interpreten mit 23 bis 25 Punkten erhielten die Meldung für den Landeswettbewerb im März, daraus gehen dann die Teilnehmer für den Bundeswettbewerb hervor, der im Mai stattfinden wird. Es werden aber auch weitere Preise vergeben, mit denen die Leistungen Anerkennung finden.

Im vorigen Jahr konnten beim Regionalwettbewerb von der Metzinger Musikschule drei erste Preise und ein zweiter Preis erreicht werden. In diesem Jahr nahmen keine Metzinger teil. Das schmälert aber keineswegs das Leistungsniveau hiesiger Musikschüler, eine Teilnahme an einem solchen Wettbewerb ist aber immer eine ganz besondere Herausforderung.

Nicht nur Lehrer und Eltern bildeten ein Publikum im Pavillon der Musikschule, auch interessierte Zuhörer fanden sich am Vor- und Nachmittag ein. Und für sie war es geradezu ein beeindruckendes Konzert, das sie zudem noch kostenlos genießen konnten.

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