Nürnberg Die iToys im Kinderzimmer

Ohne Elektronik geht inzwischen beim Spielzeug fast nichts mehr. Auch die klassische Spielzeugeisenbahn ist längst digitalisiert. Fotos (9): Hartmut Holder
Ohne Elektronik geht inzwischen beim Spielzeug fast nichts mehr. Auch die klassische Spielzeugeisenbahn ist längst digitalisiert. Fotos (9): Hartmut Holder
Nürnberg / HARTMUT HOLDER 02.02.2013
Digitale Anwendungen auf mobilen Endgeräten erobern die Welt - und jetzt auch die Spielwarenwelt. Das zeigen viele der fast 2 800 Unternehmen mit ihren Neuheiten auf der Spielwarenmesse in Nürnberg.

Die 17 Hallen des Messezentrums Nürnberg sind erneut komplett belegt. Damit ist die Spielwarenmesse seit ihrer Premiere 1950 zum 64. Mal ausgebucht. Eine Halle erstrahlt nach Umbauarbeiten im vergangenen Jahr in ganz neuem Licht.

Klassische und digitale Spielideen verschmelzen in den Spielwaren von morgen. Neben Konsolen bringen nun mobile Endgeräte mit Applikationen zusätzliche Funktionen ins Spiel. Diese Entwicklung zieht sich quer durch die elf Produktgruppen der Spielwarenmesse von Spielen, Puzzles und Kuscheltiere über Rennautos und Modelleisenbahnen bis hin zu Konstruktionsspielzeug.

Nicht zu übersehen ist die zunehmende Digitalisierung von klassischen Spielwaren. Sie polarisiert Groß und Klein. Immer wieder wird die Frage gestellt, ob die sogenannte iToys die kindliche Kreativität gefährden oder fördern. Auf der Messe wird auch der Frage nachgegangen, ob digitale Spielwaren einen ernstzunehmenden Trend auf dem Markt widerspiegeln, oder ob sie nur ein vorübergehender Medien-Hype sind.

Für Fachhändler hat die Spielwarenmesse am morgigen Sonntag den Tag des Fachhandels ausgerufen. Ein extra Besuchsprogramm bietet Führungen bei ausgewählten Lieferanten und zu den wichtigsten Fixpunkten der Spielwarenmesse. "Nicht wenige unserer Fachbesucher aus Deutschland haben nur ihren freien Sonntag, um die Spielwarenmesse zu besuchen. Der Tag des Fachhandels soll sie bei ihren Geschäften unterstützen und ihnen den Besuch so attraktiv und leicht wie möglich machen", erklärte Ernst Kick, Vorstandsvorsitzender der Spielwarenmesse im Vorfeld der Veranstaltung.

An allen Messetagen unterstützen Sonderschauen und Gemeinschaftsstände die Einkäufer und Händler bei der schnellen Orientierung unter den rund eine Million Produkten inklusive 70 000 Neuheiten. In 13 Länderpavillons stellen Aussteller landesspezifische Spielwarenangebote vor.

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