Metzingen Die beispielhaft vorangehen

© Foto: Thomas Kiehl
Peter Swoboda 31.01.2013
Zusammen mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) sind die Metzinger Stadtwerke Initiator des Energietisches.

Energieeffizienz steht bei den Stadtwerken Metzingen schon länger auf der Agenda. Bereits nachdem der Gemeinderat den Energie-Konsens beschlossen hatte, hat der Technische Werkleiter, Giancarlo Bragagnolo, eine Checkliste für Unternehmen zusammengestellt.

„Es ist uns wichtig“, sagt Bragagnolo, „dass wir bei den Betrieben ein Bewusstsein für Energieeffizienz und fürs Energiesparen schaffen.“ Und deshalb wollen die Stadtwerke mit gutem Beispiel vorangehen. „Uns ist es wichtig“, so Bragagnolo, „dabei zu sein, damit die Sache ins Rollen kommt.“

Deshalb lässt sich der städtische Eigenbetrieb überprüfen und beraten. „Vielleicht“, so Giancarlo Bragagnolo, „gibt es ja auch bei uns noch irgendwelche Schwachstellen.“ Noch im Februar wird ein externer Berater kommen und alles unter die Lupe nehmen. Der Werkleiter erhofft sich dabei, dass ein Mensch von außerhalb etwa technische Mängel besser erkennt und weiß, wie man sie abstellt. „Einer, der außen kommt“, sagt Bragagnolo, „ist eben nicht betriebsblind.“

Eines steht jedenfalls fest, ein Betrieb funktioniert anders als Privathaushalt. Schon allein deshalb, weil in einer Firma mehr Energie verbraucht wird, als in einem Privathaushalt. Und in einem Unternehmen gibt es in der Regel kaum jemand, der sich beispielsweise darum kümmert, ob es notwendig ist, dass das Licht eingeschaltet ist.

„Das“, sagt Giancarlo Bragagnolo, „ist ganz einfach, die Mitarbeiter sind nachlässig, weil es ja nicht den eigenen Geldbeutel betrifft.“ Zudem gibt es in einer Firma natürlich Maschinen und Anlagen, die es in einem Privathaushalt nicht gibt. Auf jeden Fall müsse auch das Verhalten der Mitarbeiter überprüft werden. „Das“, so Bragagnolo weiter, „ist ein wichtiger Punkt, weil der Nutzer den Energieverbrauch bestimmt.“ In der Folge gibt es geringinvestive und langinvestive Maßnahmen, um gegenzusteuern. Beim Metzinger Energietisch geht es also darum, Energie und Kosten zu sparen und darum, etwas für die Umwelt zu tun.

Nach einem Jahr wird dann Bilanz gezogen. Und es wird einen Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern geben. „So, sagt Giancarlo Bragagnolo, „kann jeder vom anderen lernen.


Energiewende vor Ort: Wie Unternehmen Strom sparen wollen

Vom 19. Januar bis 23. Februar widmet sich unsere Zeitung in besonderer Weise dem Energietisch Metzingen. Jenem Zusammenschluss von bislang zehn Firmen, die Energiespar-Potenziale in ihren Unternehmen ausloten und entsprechend darauf reagieren wollen. Initiiert wurde das Projekt in Metzingen vom Arbeitskreis Energie, von den Stadtwerken und der Stadt Metzingen sowie von der IHK Reutlingen. In loser Folge stellen wir die einzelnen Firmen und ihre Planungen für Energieeinsparungen vor.

Bislang sind am Energietisch beteiligt: Albert Maier, Aluminium-Gießerei Grießinger, Asphalt malibu, b-werk-marken Architektur, Hotel-Restaurant Schwanen, Firma Krämer, Firma Max Holder, Refusol, Sauter Feinmechanik, Stadtwerke Metzingen.