Bad Urach/Region Die Alb auf 550 Quadratmetern

Beantworten Fragen der Medienvertreter auf der CMT: Dr. Martin Kemkes (Wissenschaftlicher Leiter, Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg), Tanja Gems (Biosphärengebiet Schwäbische Alb), Louis Schumann (Geschäftsführer SAT), Heiko Zeeb (SAT) (von links).
Beantworten Fragen der Medienvertreter auf der CMT: Dr. Martin Kemkes (Wissenschaftlicher Leiter, Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg), Tanja Gems (Biosphärengebiet Schwäbische Alb), Louis Schumann (Geschäftsführer SAT), Heiko Zeeb (SAT) (von links). © Foto: Schwäbische Alb Tourismus
Bad Urach/Region / swp 16.01.2019

Zum Start des Jahres blickt der Schwäbische Alb Tourismus (SAT) mit Sitz in Bad Urach zurück auf ein erfolgreiches Tourismusjahr 2018. Der Tourismus auf der Alb nimmt seit Jahren eine positive Entwicklung. Die aktuell vorliegenden Zahlen von Januar bis Oktober deuten erneut an, dass auch 2018 die Ergebnisse des Vorjahres wieder übertroffen werden. Mit über 4,9 Millionen Übernachtungen konnte ein Plus von vier Prozent verzeichnet werden, was im Vergleich zum Landesschnitt (Plus 3,5 Prozent) weiterhin einer überdurchschnittlichen Entwicklung entspricht. Bemerkenswert ist zudem, dass sich die Aufenthaltsdauer ebenfalls entgegen dem Landestrend verlängert hat.

 Die Schwäbische Alb darf weitere Neuzugänge im Wandermarkt vermelden und kann nun in allen Landkreisen des Verbandsgebiets mit zertifizierten Wanderwegen auftrumpfen. Die „Hochgehberge“ bieten Wandern im Biosphärengebiet. Mit einer Gesamtlänge von 170 Kilometern entstehen hier dieses Jahr 21 neue Prädikatswanderwege. Die ersten sechs Wege sind bereits zertifiziert, zu finden bei Neuffen, Beuren, Münsingen und Gomadingen. Sie führen auf naturbelassenen Wegen durch das Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Insbesondere in der Blütezeit der Obstbäume ist die Region um Mössingen, Tübingen und dem Ammertal ein Genuss für Wanderer. 2019 werden hier zwei neue Premium-Wanderwege eröffnet. Das „Unterjesinger Wengertwegle“ am Rande des Schönbuchs ist als Spazierwanderweg ausgelegt. Die „Sieben-Täler-Runde“ führt durch die Seitentäler des Neckars. Die beiden Wege ergänzen die acht bereits bestehenden „Früchtetrauf“-Routen.

Auch der Ostalbkreis kann drei neue Qualitäts-Wanderwege vorweisen. Der „Kaltes Feld Weg“ und der „Waldkugelbahn Weg“ bieten in Schwäbisch Gmünd neuen Wanderspaß. In Essingen führt der „Weiherwiesen Weg“ durch eine faszinierende Landschaft entlang dem Quellgebiet des Wentalflusses.

Wer lieber größere Strecken zurücklegen will, schwingt sich auf sein Fahrrad. Die Berg-Bier-Tour, eine Zwei-Tages-Tour für E-Biker durch das Biosphärengebiet, wird in diesem Jahr durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) zertifiziert. Ergänzt wird das E-Bike Angebot der Schwäbischen Alb zukünftig durch das Projekt „Charger-Cube“, das anhand von solarbetriebenen Ladestationen den Ausbau der Ladeinfrastruktur der Region sicherstellt. Bis 2021 sind 55 dieser Ladewürfel geplant.

Dass die Alb auch auf Landesebene mit innovativen Projekten überzeugt, zeigen die beiden Nominierungen für einen Outdoor-Award 2019. Der erstmalig vergebene Tourismuspreis kürt besondere Outdoor-Projekte in Baden-Württemberg. Unter den bereits ausgewählten Top fünf finden sich mit der „Bikezone“ in Albstadt und den navigationsgeführten E-Bike-Touren um Münsingen zwei Anwärter von der Schwäbischen Alb. Die Preisverleihung findet morgen auf der CMT statt.

Es ist das Jahr der großen Zahlen für die Alb. Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb feiert zehn Jahre UNESCO-Anerkennung. Die Modellregion zeigt auf, wie sich Aktivitäten im Bereich der Wirtschaft und des Tourismus’ zusammen mit den Belangen von Natur und Umwelt gemeinsam innovativ fortentwickeln können. Im Jubiläumsjahr finden dazu zehn ausgewählte Veranstaltungen statt.

Vor 70 Jahren führte das Naturtheater Hayingen sein erstes Stück auf. Was das Theater so besonders macht, ist die Verknüpfung von Geschichten der Region mit Theaterstücken in authentischer Mundart. Im Dezember 2017 wurde das Naturtheater Hayingen hierfür als erste Freilichtbühne im deutschen Verband zum „Immateriellen Kulturerbe“ gekürt. Im Jubiläumsjahr wird nun ein neues Herzensprojekt auf die Bühne gebracht: „Der kleine Prinz“ auf Schwäbisch.

100 Jahre ist es her, dass Walter Gropius das „Bauhaus“ als Kunstschule gründete. Auch auf der Alb finden sich einige Spuren dieser Zeit und ihrer Protagonisten. So ist das „Haus auf der Alb“ in Bad Urach ein seltenes Beispiel der schlichten und funktionalen Bauhaus-Architektur. Als Ferienheim für Kaufleute gebaut, dient das denkmalgeschützte Gebäude heute als Tagungszentrum.

Die Nachfolgeeinrichtung der Bauhaus-Hochschule nach dem Zweiten Weltkrieg war die Hochschule für Gestaltung in Ulm. Sie galt als eine der einflussreichsten Hochschulen für Gestalter weltweit. Darüber hinaus ist die ehemalige Textilwerkstatt Pausa in Mössingen eng mit der Bauhaus-Schule verbunden. In allen drei Einrichtungen finden anlässlich des Jubiläums besondere Veranstaltungen statt.

4

Prozent könnte der Alb-Tourismus  im Jahr 2018 zugelegt haben. Der Schwäbische Alb Tourismus (SAT) will auf der Messe CMT dazu beitragen, dass dieser Trend weiter anhält.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel