Grabenstetten Detailplanung kann starten

Besserer Schall- und Brandschutz, neue Beleuchtung und ein komplett barrierefreies Gebäude: An der Grabenstetter Rulamanschule gibt es viel zu tun.
Besserer Schall- und Brandschutz, neue Beleuchtung und ein komplett barrierefreies Gebäude: An der Grabenstetter Rulamanschule gibt es viel zu tun. © Foto: Alexander Thomys
Grabenstetten / Alexander Thomys 17.05.2018

Der Grabenstetter Gemeinderat hat am Dienstagabend den nächsten Schritt hin zur Sanierung der Rulamanschule auf den Weg gebracht. Nach einem nichtöffentlichen Besichtigungstermin in der Schule, wo Architekt Falk Kazmaier vom gleichnamigen Lenninger Architekturbüro die geplanten Arbeiten vorstellte, beschloss das Gremium anschließend in öffentlicher Sitzung einstimmig, das Büro Kazmaier mit der Detailplanung zu beauftragen. Läuft alles nach Plan, dürfte die Sanierung in den Sommerferien des kommenden Jahres über die Bühne gehen.

Aufzug für Barrierefreiheit

„Gemacht wird wirklich nur das Notwendige“, betonte Bürgermeister Roland Deh. Dennoch werden die Arbeiten nach der bestehenden Kostenschätzung mindestens 840 000 Euro teuer. Modernisiert wird vor allem die Elektrik, wobei auch der Brandschutz in der Grundschule auf Vordermann gebracht werden soll. Neue Brandschutztüren sollen eingebaut werden, wobei diese Arbeiten durch den Einbau von Vorkehrungen für den Amokfall ergänzt werden. „Das ist sinnvoll, das nun gemeinsam zu erledigen, auch wenn ein Amokalarm für Grundschulen noch keine Vorschrift ist“, erklärte Bürgermeister Deh. Im Rahmen der ohnehin notwendigen Brandschutzarbeiten handele es sich bei der Amok-Thematik nur um „eine Kleinigkeit im Gesamtkontext“. Deutlich wichtiger dürfte den Lehrern und Schülern künftig die Verbesserungen in den Räumen und Fluren der Schule sein. So soll ein flächendeckender Schallschutz eingebaut und die Beleuchtung auf stromsparende LED-Technik umgerüstet werden.  Durch den Einbau eines Aufzuges soll die Rulamanschule künftig zudem barrierefrei werden.

Mit diesen Maßnahmen soll die Rulamanschule für die kommenden Jahre fit gemacht werden. „Wir schauen jetzt einfach, dass das Gebäude passt“, betonte Deh. Zukunftsfest sei die Grundschule ohnehin, schließlich stellt die Kinderbetreuung im Vorschulalter die Albgemeinde derzeit vor Probleme, weil deutlich mehr Kinder in Grabenstetten und der Umgebung wohnen, wie frühere Vorhersagen angekündigt hatten. Sichtbares Zeichen hierfür wird der Neubau des Kinderhauses in unmittelbarer Nähe zur Rulamanschule und dem Rathaus. „Und selbst, wenn die Grundschule irgendwann auf sechs Jahre ausgedehnt würde, hätten wir genügend Räume“, wagte Deh einen Blick in die immer wieder diskutierte pädagogische Zukunft. Genügend Räume sind auch deshalb vorhanden, weil die Rulamanschule früher als Grund- und Hauptschule deutlich mehr Klassen beheimatete wie die jetzige Grundschule.

Schulfest heute Nachmittag

Wer sich selbst ein Bild der Rulamanschule machen möchte, kann dies übrigens am heutigen Donnerstag tun: Ab 17 Uhr gibt es ein Schulfest, welches Einblicke in die Projektwoche zum Thema Kelten geben soll.

Diskussion um Mobilfunkmast

Diskutiert wurde im Gemeinderat auch über die Errichtung eines Mobilfunkmastens an der Falkensteinhalle. „Konsens besteht darüber, dass die Gemeinde versuchen sollte, hier ordnend zu wirken“, erklärte Bürgermeister Roland Deh. Denn um flächendeckend ein LTE-Netz aufzubauen, will die Telekom ohnehin in Grabenstetten einen Sendemast aufstellen. „Unter zehn Metern Höhe sind solche Masten genehmigungsfrei“, erläuterte Deh. Wenn die Gemeinde keinen Standort anbietet, könnten die Mobilfunkanbieter daher mit Privatpersonen verhandeln – was Wildwuchs nach sich ziehen könnte. Da in Grabenstetten zudem kein Mobilfunkmast vorhanden ist, ist zudem die Strahlenbelastung der Smartphones höher, die versuchen, die Verbindung zum entfernteren Masten zu halten. „Hier gilt es abzuwägen“, sagt daher Deh. Hierfür sollen weitere Fakten gesammelt werden. ath