Ohne den netten Kiosk-Mann aus dem Hallenbad kann sich der siebenjährige Max ein neues Kombibad einfach nicht vorstellen. Auch Rutschen gehören für den Buben unbedingt dazu. Max hat die Chance genutzt und seine Wünsche für den Neubau auf dem Bongertwasen beim Bürgerdialog II eingebracht. Sein selbst gemaltes Bild ist ebenso auf der entsprechenden Internetplattform zu sehen wie mehr als 150 weitere Beiträge. Sie zeigen, dass viele Metzinger einen attraktiven Kleinkinderbereich, verschieden große Becken, eine weitläufige Liegewiese, ein gutes gastronomisches Angebot und gerne auch eine Sauna wollen. Passen müssen für die Bürger außerdem die Busverbindung und die Parkmöglichkeiten.

Was von all den vielen Wünschen tatsächlich Realität wird, soll in der zweiten Phase des Bürgerdialogs diskutiert werden, der erste Teil unter dem Stichwort „Ermitteln“ ist seit einigen Tagen abgeschlossen. Im Februar und März folgt nun der nächste Schritt unter dem Motto „Ergänzen und Bewerten“.  Zu diesem Zweck werden zwei Planungswerkstätten ins Leben gerufen: Die erste hat die Aufgabe, alle bislang gesammelten Ideen und Anregungen zu diskutieren, zu kommentieren und zu ergänzen. Die Teilnahme daran steht jedem Bürger offen. Außerdem sind die bisher beteiligten Akteure, etwa Schulen und Schwimmsportvereine, mit dabei. Zudem werden 1000 zufällig ausgewählte Bürger angeschrieben und eingeladen. Die Ergebnisse der ersten Planungswerkstatt werden im Anschluss von der Metzinger Verwaltung sowie bei Bedarf von externen Experten aufbereitet. Unter anderem sollen die einzelnen Vorschläge mit einer Kostenschätzung versehen werden. Ziel der für März geplanten zweiten Planungswerkstatt ist es, aus diesen aufbereiteten Ergebnissen eine Empfehlung für die konkreten Inhalte der Ausschreibung zu erarbeiten.

Auf Basis dieser Empfehlung entscheidet schlussendlich der Gemeinderat, wie das Kombibad ausgestattet sein soll beziehungsweise welche Ausstattungsmerkmale in die Planungsausschreibung einfließen. Alle Ausschreibungsinhalte werden außerdem mit den bereits vom Gemeinderat festgesetzten Leitplanken abgeglichen. Dabei geht es nicht zuletzt um das Geld, das für das Kombibad künftig aufgebracht werden muss. Deshalb soll vor dem endgültigen Baubeschluss, der im Mai kommenden Jahres erfolgen könnte, ein Kostendeckel festgelegt werden. Diesen bestimmt der Metzinger Gemeinderat nach zwei Kriterien: Zum einen soll das Kombibad für den Stadthaushalt dauerhaft finanzierbar sein, und zweitens sollen die Eintrittspreise eine soziale Komponente berücksichtigen.

Weitere Infos zum Bürgerdialog II


Alle Informationen zum Bürgerdialog Bäder sind abrufbar über die Homepage der Stadt Metzingen oder über www.metzingerbaeder.de. Auf der Homepage lassen sich unter anderem alle bislang genannten Anregungen und Ideen fürs Kombibad finden. Auch das weitere Prozedere wird erläutert.