Grafenberg Der Ruf der Hirten

Das Alphorn liegt im Trend: Die Workshops in Grafenberg sind voll. Foto: Mara Sander
Das Alphorn liegt im Trend: Die Workshops in Grafenberg sind voll. Foto: Mara Sander
Grafenberg / MARA SANDER 24.04.2013
Alphornblasen liegt im blasmusikalischen Trend. Das zeigte sich allein schon daran, dass zum dritten Mal innerhalb eines Jahres der Workshop von Alphornbauer und VHS Grafenberg ausgebucht war.

Innerhalb eines Jahres haben VHS Grafenberg und der örtliche Alphorn- und Büchelbauer Andreas Bader zum dritten Mal Workshops für Anfänger und fortgeschrittene Alphornbläser angeboten, und alle waren ausgebucht. Auch für die Kurse im November liegen schon Anmeldungen vor, was zeigt, dass Alphornblasen blasmusikalisch im Trend liegt.

Ursprünglich war das Alphorn das Kommunikationsinstrument oder "Handy der Alpen", so Seminarleiter Peter Wüstner. Es diente einst zur Kommunikation der Hirten untereinander und mit den Einwohnern im Tal neben der Funktion die Herde zu rufen.

Einige Teilnehmer hatten noch nie einem Alphorn Töne entlockt, waren aber nach dem achtstündigen Seminar in der Lage, bei der Abschlussserenade mitzuspielen. So auch Barbara Bahret und Sohn Johannes, die dafür gerne wieder in ihre zeitweise Heimat Grafenberg kamen. Sie konnten allerdings durch ihre langjährige blasmusikalische Erfahrung bereits bei den Fortgeschrittenen mitspielen, da sie als langjährige Bläser schnell Atem-, Ansatz- und Spieltechniken des Alphorns lernten. Viele Teilnehmer kamen von auswärts. "Es hat sich gelohnt", sagten sie und auch die Zuhörer, die abends in die Halle kamen. Eigentlich sollte die abschließende Alphornserenade im Schulhof erklingen, nur spielte das Wetter nicht mit und sie wurde in die Rienzbühlhalle verlegt.

Warum die Menschen so berührt waren von den Klängen, erklärte Wüstner damit, dass es ein Naturtoninstrument ist, dessen Töne mit den Schwingungen im menschlichen Körper übereinstimmen. Es sei naturton gestimmt, und die Töne werden nicht durch Ventile, Klappen, Saiten oder Tasten erzeugt, sondern ausschließlich von den Menschen hinter dem Instrument.

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