Glems Der erste Spatenstich ist am 19. Juli

glems muehlgasse eingang halle
glems muehlgasse eingang halle © Foto: Thomas Kiehl
Glems / Regine Lotterer 04.07.2018

Es wird Ernst: Der symbolische erste Spatenstich fürs Glemser Nahwärmenetz erfolgt am 19. Juli. Sowohl der Ortschafts- als auch der Gemeinderat haben die entsprechenden Arbeits- und Liefervergaben gebilligt. Vorgesehen ist, das Nahwärmenetz noch vor Jahresende in Betrieb zu nehmen, wie Giancarlo Bragagnolo, der technische Leiter der Stadtwerke Metzingen, am Montag im Ortschaftsrat erklärte. Zwei Tiefbaukolonnen sollen für einen raschen Baufortschritt sorgen, erklärte Bragagnolo. Im Augenblick wollen sich 18 Privathaushalte sowie ein Gewerbebetrieb anschließen lassen. Ans Netz kommen auch ein Bauplatz, die Schule, die Otto-Single-Halle und die Feuerwehr. Noch können sich Interessenten melden, wie Ortsvorsteher Andreas Seiz betonte. Auch ein zweiter Bauabschnitt ist denkbar, die Trassen sind entsprechend gewählt, die Heizzentrale lässt das ebenfalls zu, sagt Giancarlo Bragagnolo. Für das Projekt erhielt Glems einen Landeszuschuss in Höhe von 190 000 Euro. Gebaut wird ein besonders effizientes Netz, weil der Wärmeverlust nicht mehr als 20 Prozent beträgt. Das ermöglichen doppelt gedämmte Rohre. „Wir machen hier etwas richtig Gutes“, betont Seiz. Begonnen hat das Projekt 2015, wie sich der Ortsvorsteher erinnert. Zum Thema energetische Ortskernsanierung sind seinerzeit Fragebögen an alle Hauseigentümer verschickt worden, um den Gebäudestandard abzufragen, etwa wie gut das Haus gedämmt ist oder wie alt die Fenster sind. Die Rücklaufquote war damals extrem hoch, weswegen das Vorhaben starten konnte. Mehr als 80 Glemser Haushalte sind in den vergangenen Jahren von der Stadt in Kooperation mit der Klimaschutzagentur in Sachen energetische Sanierung beraten worden. „Wir haben zahllose Mittage in Glems verbracht“, erinnert sich Giancarlo Bragagnolo. Am Ende dieses Prozesses war dann auch die ausreichende Zahl von Anschlussnehmern fürs Nahwärmenetz gewonnen. Wenn die Arbeiten erst einmal begonnen haben, sagt Andreas Seiz, „macht vielleicht doch noch der eine oder andere mit“.

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