Die Erfolgsgeschichten verschiedener Menschen und der Glanz der Hollywoodwelt sind nur eine der vielen Facetten des American Dreams.

Auch die Spannungen zwischen verschiedenen Ethnien und die vielen emotionalen Lebens- und Leidenswege jedes Einzelnen, der diesen Traum lebte, sind ein Teil davon. Die 33-Jährige amerikanische Künstlerin Megan Schotzko erzählt mit den Bildern ihrer Ausstellung „American Dream“ genau diese unterschiedlichen Geschichten.

Eigene Interpretationen

Vor einem Jahr kam sie nach Deutschland und stellt ihre Ölmalereien nun in der Galerie Art und Deco von Bettina Scharping aus. Als Anregungen für ihre Motive dienen Rückblicke aus ihrer eigenen Kindheit und Jugend und aus dem Leben ihrer Großmutter, ihrer Familie und ihrer  Freunde.

In Schotzkos Atelier, ihrem „Rückzugsort“, kann sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen, und so entstehen in langer und intensiver Arbeit die kontrastreichen Malereien, die Teils mit Fundstücken oder mit dem Schmuck ihrer Großmutter versehen sind. Oft und mit viel Geduld übte diese gemeinsam mit ihr das Malen und brachte ihr die verschiedenen Techniken bei.

„Im Kunstwerk muss ein Rätsel sein“, betont Bettina Scharping mit Blick auf die Bilder. Aus diesem Grund gibt es zu den Werken auch keine Beschreibung. Es sind ganz persönliche Geschichten, die sich hinter Schotzkos Werken verstecken, aber der Betrachter soll selbst eine Verbindung schaffen und damit seine eigene Interpretation finden. Die Werke sind oft miteinander verwoben, sind Gegenstücke zueinander und lassen durch verschiedene Blickwinkel verschiedene Interpretationen zu.

Noch bis Ende März kann Megan Schotzkos Reise durch den American Dream besucht und gerne auch diskutiert werden, denn das ist das Ziel der Künstlerin, dass sich die Menschen ganz individuell und persönlich mit ihrer Kunst auseinandersetzen.