„Wann sind wir endlich da?“, „Ich muss mal“ oder „Mir ist langweilig“ - eine Autofahrt mit Kindern kann schnell anstrengend werde und zu Streitereien führen. Und das obwohl man ja eigentlich auf dem Weg in den Urlaub ist. Ratschläge von allen Seiten gibt es dabei immer wieder und können auf die Dauer lästig werden.
Doch eine Regel sollte immer beachtet werden: Ob nun genügend Essen und Trinken einpacken oder für Unterhaltung sorgen – Vorbereitung ist das A und O. Eine Übersicht über mögliche Schritte, wie Gequengel, Übelkeit und Streit mit hoher Wahrscheinlichkeit eher gering gehalten werden können:

Bereits vor dem Start an alles gedacht

Gerade bei Reisen in andere Klimazonen, etwa in den heißen Süden, sollte man laut Auto Club Europa (ACE) an die richtige Kleidung denken. Atmungsaktive und bequeme Kleidung hilft, auch mit höheren Temperaturen besser zurechtzukommen. Wer etwa in der Kühle der Nacht losfährt, kann sich auch an den bewährten „Zwiebel-Look“ halten. Also das Anziehen von verschiedenen Kleidungsschichten, die nach und nach ausgezogen werden können.
Apropos Nacht: Auch der passende Startzeitpunkt ist wichtig. Babys und kleinere Kinder sollten möglichst in ihrem normalen Tagesablauf bleiben. Bei einem sehr frühen Losfahren können sie im Auto weiterschlafen. Diese Strategie kann allerdings auch sehr gut bei Jugendlichen angewandt werden.

Brüssel

Viel trinken und gegen Übelkeit gerüstet sein

Beim Essen vor der Reise ist die goldene Mitte richtig, nicht zu viel aber auch nicht mit knurrendem Magen losfahren. Das kann auch Reiseübelkeit vorbeugen. Unterwegs sind gesunde Kleinigkeiten wie Obst oder Gemüse sinnvoll. Immer genug trinken, idealerweise Wasser oder Tee. Eine kleine Belohnung, etwa in Form von Keksen und Co., für gutes Benehmen und Durchhaltevermögen kann dabei auch eingepackt werden.
Wem schlecht wird, sollte einen sich nicht bewegenden Punkt am Horizont fixieren. Das hilft, den Magen wieder zu beruhigen. Wenn nicht, ist man für vorher eingepackte Spuckbeutel und Papiertücher dankbar.

Unterhaltung an Bord

Auf keinen Fall darf ein Kuscheltier, Puppe oder Spielzeugauto fehlen, um die Fahrt besser meistern zu können. Vor allzu großer Langeweile können auch Radio, Hörbücher, Bücher, Musik sowie gemeinsame Ratespiele bewahren und ein nettes Reiseklima schaffen. „Ich sehe was, was du nicht siehst“ ist seit vielen Jahren ein allseits bewährtes Mittel gegen Langeweile.
Die Klimaanlage stellt man auch bei großer Hitze besser nicht zu kalt ein und richtet den Luftstrom nicht direkt auf den Körper, um Erkältungen zu vermeiden. Der ACE rät zu nicht mehr als 6 Grad Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur einzustellen. Das belastet den Kreislauf nach dem Aussteigen nicht so stark.

Nach fünf Stunden sollte Schluss sein

Insgesamt sollte eine Fahrt auf Anraten des ACE auch mit Unterbrechungen nicht länger als fünf Stunden am Tag dauern. Ob und wie diese Vorgabe umgesetzt werden kann, sollte jeder für sich entscheiden. Aber: Je länger die Fahrt umso wichtiger sind Pausen. Und bei diesen gilt nicht nur für Kinder: Ein wenig Bewegung hilft, fit zu bleiben und eventuell ein wenig zu entspannen. Wer stundenlang in einem Auto beisammen sitzt, freut sich gegebenenfalls über ein wenig Abstand und Bewegungsfreiheit.
Im besten Fall parkt das Auto dabei im Schatten, auch wenn das auf Rasthöfen an der Autobahn nicht immer möglich ist. Notfalls die Armaturen mit einem hellen Tuch abdecken, um sie nicht zu stark aufheizen zu lassen. Die Gefahren durch Hitze dürfen in vielerlei Hinsicht nicht unterschätzt werden. Niemals dürfen Kinder oder Tiere im Sommer allein im Auto gelassen werden. Auch nicht nur kurz oder wenn es scheinbar noch nicht so warm ist, denn Innenräume heizen sich schnell auf. Es drohen Dehydrierung und Hitzschlag.