In der Gemeindehalle in Walddorfhäslach hatten die Malteser ihre Teststation am Ostersamstag von 10 bis 12 Uhr aufgebaut. Normalerweise tun acht Helfer ihren Dienst an der Teststation, die regelmäßig Dienstagabends (18 bis 20 Uhr) sowie am Samstagvormittag in Kooperation mit der Gemeinde angeboten wird. „Heute haben wir auf 13 Helfer aufgestockt, da wir an Ostern mit einem größeren Andrang gerechnet haben“, erklärt der Ortsbeauftragte Olfert Alter. Das Team um Bereitschaftsleiterin Enza Roth wurde zudem noch von zwei Helfern der Ortsgliederung Reutlingen verstärkt, die sich damit für die tatkräftige Unterstützung der Walddorfhäslacher Malteser an der Weihnachts-Testaktion in Reutlingen revanchierten. Die Aufstockung der Helferzahl war dabei genau richtig: Kamen sonst pro Testtag etwa 140 Personen, so wurden am Samstag 260 Menschen auf eine Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus getestet. „Gott sei Dank waren alle Tests negativ“, freut sich der Ortsbeauftragte Alter. Die Walddorfhäslacher, die zum Test gekommen waren, können die Feiertage also etwas unbeschwerter begehen – auch wenn die Antigen-Schnelltests keine hundertprozentige Sicherheit bieten. Die Hygiene- und Abstandsregeln sollten daher weiterhin beachtet werden.

Drei Testlinien parallel

An drei Testlinien wurden die Besucher am Samstag zum Abstrich gebeten, wobei alle Einsatzkräfte der Malteser zuvor vom Malteser-Bezirksarzt Dr. Jochen Herkommer eingewiesen worden waren, um eine sichere und zuverlässige Testung zu gewährleisten. Wer ein entsprechendes Zertifikat über das Negativ-Ergebnis brauchte, musste nach dem Abstrich etwa 20 Minuten waren. Alle anderen Besucher konnten nach dem Abstrich nach Hause gehen – sie wären im Falle eines positiven Ergebnisses von den Maltesern umgehend angerufen worden. Von der professionellen Arbeit der ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Malteser machten sich am Samstag auch Vertreter des Gesundheitsamtes ein Bild, ebenso wie Walddorfhäslachs Bürgermeisterin Silke Höflinger, die am Ende der Oster-Schnelltestung Geschenkgutscheine an die Ehrenamtlichen verteilte und sich für den „super Einsatz“ bedankte. An Ostern die Corona-Schnelltests anzubieten, sei keine Selbstverständlichkeit. Zudem wisse sie, so Höflinger weiter, dass die Schnelltests auch am 1. Mai angeboten werden sollen – der unermüdliche Kampf gegen die Corona-Pandemie geht also auch am nächsten Feiertag weiter. An Ostern indes gab es bei den Maltesern nicht nur Schnelltests – für die Kinder waren auch Osternester aufgebaut, aus denen kleine Süßigkeiten mitgenommen werden konnten. „Fröhliche Ostern“ wünschte man sich bei entspannter Atmosphäre im Ort ohnehin.

Testungen an den Schulen

Bereits seit dem 23. Februar bieten die Malteser in Walddorfhäslach Corona-Schnelltests an. In Kooperation mit der Gemeinde sind die Helfer zudem an der Gustav-Werner-Gemeinschaftsschule und an der Römerwegschule regelmäßig im Einsatz, um die Lehrkräfte, Erzieher und Tagesmütter zu testen. „Rund 40 Personen werden dabei von uns abgestrichen und getestet“, erklärt Alter. Jeweils drei Helfer sind dabei im Einsatz. Insgesamt haben die Walddorfhäslacher Malteser bisher 1600 Personen getestet – drei Infizierte wurden dabei entdeckt. „Eine Person war symptomlos und völlig überrascht“, berichtet der Ortsbeauftragte. Die Schnelltests haben damit ihren Sinn bewiesen: Infektionsketten zu unterbrechen, indem bislang symptomfreie Personen frühzeitig von ihrer Infektion erfahren und sich in Quarantäne begeben können. Die Helfer für die Corona-Einsätze zu finden, sei dabei kein Problem: „Das klappt sehr gut, alle Dienste sind per Online-Terminumfrage schnell vergeben“, berichtet Alter. Die Malteser-Gliederung in Walddorfhäslach umfasst derzeit 17 Aktive, die im Jahr unter anderem auch bei 140 bis 160 Einsätzen als Helfer vor Ort gefragt sind – sie leiten also als professionelle Ersthelfer erste Hilfsmaßnahmen ein, ehe der hauptamtliche Rettungsdienst vor Ort ist. Zudem kümmern sich die HvOler auch anschließend noch um die Angehörigen, wenn dies notwendig ist. Am Dienstag nach Ostern werden die Malteser zudem erneut im Einsatz sein: Dann unterstützt die Gliederung eines der Mobilen Impfteams (MIT), die vor Ort Impfungen gegen das Coronavirus durchführen werden. „Unsere Hilfseinsätze in der Pandemie sind für uns sehr motivierend und zugleich eine gute Gelegenheit, im Ort präsent zu sein“, bilanziert der Ortsbeauftragte Alter. „Uns schweißt die Pandemie noch enger zusammen.“

Schnelltestzentrum in Nürtingen

Im Nürtinger Schnelltestzentrum waren die Malteser im Bezirk Neckar-Alb am Karfreitag im Einsatz, um die Bevölkerung Gelegenheit zu geben sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Die sechs Helfer der Malteser testeten dort 120 Personen – alle Tests fielen negativ aus. Die Ortsgliederung Altenriet Schlaitdorf bot am Samstag Schnelltests in Schlaitdorf an. Mit acht Helfern wurden insgesamt 121 Personen auf eine Coronavirus-Infektion getestet. Ein Test fiel dabei positiv aus, der Betroffene wurde umgehend zum PCR-Labortest ans Corona-Abstrichzentrum Nürtingen verwiesen. In Bempflingen kooperierten die Malteser, die vier Einsatzkräfte stellten, an Gründonnerstag mit dem DRK-Ortsverein Neckartenzlingen und führten zusammen insgesamt 163 Abstriche durch, die allesamt negativ ausfielen.
Besonders großes Engagement zeigen an Ostern auch die Malteser Aichtal. „Wir haben jetzt an Ostern von Karfreitag bis Ostermontag acht Teststellen“, erläutert die Bereitschaftsleiterin Sarah Wahl. Getestet wurde in den Gemeindehallen sowie vor dem Edeka-Markt Höschele in Grötzingen. Dort wurden die Helfer der Malteser durch das Geschäft auch verpflegt. Bis Ostersonntag kamen so 400 Tests zusammen – eine Person wurde dabei positiv getestet. Insgesamt sind am Osterwochenende in verschiedenen Schichten zehn Helfer der Malteser im Einsatz. Getestet wird in Aichtal übrigens seit Mitte März – insgesamt 900 Tests wurden dabei durch die Einsatzkräfte der Malteser-Gliederung durchgeführt, zwei waren positiv ausgefallen. Auch in Aichtal geht die Arbeit indes nicht aus: neben der Fortsetzung der Corona-Schnelltests unterstützen die Malteser nach Ostern auch den Aufbau und Betrieb eines Impfzentrums vor Ort, mit dem die über 80-Jährigen in der Gemeinde eine Impfmöglichkeit vor Ort erhalten.
Die Malteser Neckar-Alb waren somit an Ostern mit mehr als 40 ehrenamtlichen Einsatzkräften bei den verschiedenen Corona-Schnelltestaktionen im Einsatz. Dabei wurden bis Ostersonntag 1064 Abstriche durchgeführt, zwei Personen wurden positiv auf das Coronavirus getestet.