Eine kreative Unterstützung in der Corona-Krise hat die Stadt Metzingen vor Kurzem von der Metzinger Firma Knecht erhalten. Während die Firma normalerweise Einrichtungen und Bewässerungssysteme für Gewächshäuser entwickelt und produziert, ist nun in der Corona-Krise Kreativität gefragt. Herausgekommen ist ein völlig neues Produkt: Ein kontaktloser Desinfektionsspender.

Hände ganz ohne Drücken, Ziehen oder Berührungen desinfizieren

Die Idee dazu ist spontan entstanden. „Mein Abteilungleiter, Herr Heine, hat im Internet verschiedene Spender gesehen und hat sich gleich gedacht: Vielleicht können wir das besser“, so Geschäftsführer Frank Klutsch. Und so entwickelte Knecht einen Desinfektionsspender, mit dem sich die Hände ganz ohne Drücken, Ziehen oder sonstige Berührungen desinfizieren lassen. Die Funktionsweise der Knecht-Kreation ist dabei so einfach wie praktisch. Der Desinfektionsspender wird über einen Fußtritt bedient, der einen Federmechanismus auslöst, über den wiederum die Ausgabe des Handdesinfektionsmittels gesteuert wird. Der Nutzer hält dann einfach nur noch die Hände drunter.

Handarbeit: Mittlerweile 70 Desinfektionsspender hergestellt

Insgesamt seien mittlerweile etwa 70 Stück dieser kontaktlosen Desinfektionsspender hergestellt – alles Einzelstücke, die in Handarbeit entstehen. Einen großen Teil davon hat die Stadt Metzingen bestellt und damit die Metzinger Schulen, Kindertageseinrichtungen und die Stadtverwaltung ausgestattet. So können sowohl Besucher im Rathaus als auch Kinder, Eltern sowie Mitarbeiter für die notwendige Handhygiene sorgen.

Desinfektionsspender: Der Preis ist absolut fair

Obwohl der kontaktlose Desinfektionsspender bei Knecht völlig neu ist, läuft die Herstellung bereits recht eingespielt. „Es war schön zu sehen, dass unsere Mitarbeiter auch hier alle an einem Strang gezogen und mitgeholfen haben. In nur zehn Tagen stand der kontaktlose Desinfektionsspender von der ersten Idee über die Entwicklung und Herstellung bis zur ersten Auslieferung,“ erklärte Klutsch weiter. Diese Einschätzung kann auch die Stadtverwaltung Metzingen bestätigen. „Wir haben die Spender deutlich schneller erhalten als andere Produkte, die wir bestellen müssen. Der Preis ist absolut fair und die für uns wichtigen Anpassungen waren sofort umgesetzt“, so Sandra Maisch, die bei der Stadt Metzingen für die Beschaffung zuständig ist.