Menschenansammlungen von mehr als zwei Personen, die nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben, sind aktuell verboten. Nichts davon zu sehen ist im Bereich des Uracher Wasserfalls, wo es am Wochenende, vor allem am strahlend schönen Samstag, zu wahren Völkerwanderungen kam.


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Grundsätzlich ist der Aufenthalt an der frischen Luft nicht untersagt, solange Familien oder eben maximal zwei Personen zusammen unterwegs sind. Von allen anderen Personen muss ein Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 Meter eingehalten werden. Und das wird, wenn es auf dem Wanderweg zum Wasserfall eben voll wird, mitunter schon schwierig. Zumal dann, wenn sich ganze Gruppen von zehn bis 15 Personen gemeinsam auf den Weg machen, wie völlig fassungslose Augenzeugen berichten. Von Corona und Verantwortungsbewusstsein scheinen solche Wanderfreunde noch nichts gehört zu haben.

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Wasserfallsteig ist gesperrt

Immerhin, möchte man da fast sagen, ist der Wasserfallsteig, 2016 zum schönsten Wanderwegs Deutschlands  gewählt, ab sofort bis auf Weiteres gesperrt. Der Wasserfallsteig führt nämlich durch das Vorwerk Fohlenhof des Haupt- und Landgestüt Marbach. Das Gestüt hat den Zugang für die Öffentlichkeit gesperrt. Dies dient dazu, die Mitarbeiter, die sich um die Pferde zu kümmern haben, vor einer möglichen Infektion durch Besucher zu schützen.

Wasserfall bleibt vorerst zugänglich

Die Kurverwaltung Bad Urach als Hausherr des Wasserfallsteigs appelliert eindringlich, sich an das Betretungsverbot für den Fohlenhof und die Sperrung des Wasserfallsteigs zu halten. Da der Fohlenhof nicht umgangen werden könne, mache es bis auf Weiteres keinen Sinn, den Wasserfallsteig zu begehen, heißt es in einer Mitteilung seitens der Kurverwaltung. Der Wasserfall selbst und der direkte Weg dorthin sind zwar weiter offen. Es müssen aber auch dort unbedingt die Beschränkungen durch das bundesweite Kontaktverbot eingehalten werden.