wahlkreis:Reutlingen (60) CDU trotz Minus vorn

Grafenberg / MAD 14.03.2016
Grafenberg ist seit jeher eine der CDU-Hochburgen im Wahlkreis. Auch gestern ist es den Christdemokraten entgegen dem Trend gelungen, die meisten Stimmen zu erreichen. Besonders erfreulich ist das für Karl-Wilhelm Röhm und seine Partei dennoch nicht.

Grafenberg ist seit jeher eine der CDU-Hochburgen im Wahlkreis. Auch gestern ist es den Christdemokraten entgegen dem Trend gelungen, die meisten Stimmen zu erreichen. Besonders erfreulich ist das für Karl-Wilhelm Röhm und seine Partei dennoch nicht. 33,73 Prozent lautet das ernüchternde Ergebnis: Das liegt zwar einiges über dem Landesschnitt, aber immerhin 14,3 Prozent unter dem Ergebnis aus dem Jahr 2011, unter 40 Prozent erreichte die Partei in der Gemeinde in den vergangenen Jahren nie.

Klarer Sieger in Grafenberg sind, wie allerorten, die Grünen. 26,41 Prozent der Stimmen entfallen auf sie, das sind 7,7 Prozent mehr als in den vorherigen Wahlen, wenn auch weniger als in anderen Orten. Auch die FDP konnte zulegen, mit 10,26 Prozent haben sie sich um 3,6 Prozent gesteigert und kommen damit wieder an vergangene Ergebnisse heran.

Der andere große Verlierer neben der CDU ist die SPD. Um 10,2 Prozent sackte die Partei ab, auf nun noch gerade mal 10,59 Prozent. Das sind Zahlen, die weit weg sind von denen einer Volkspartei und damit reicht es gerade mal auf den vierten Platz.

Denn der andere Sieger dieser Wahl ist die AfD: In Grafenberg hat sie 13,99 Prozent abkassiert und damit mehr als die Sozialdemokraten.

Andere Parteien blieben allesamt fast bedeutungslos, nur die Linke und Alfa haben überhaupt mehr als ein Prozent erreicht.

Die Wahlbeteiligung in Grafenberg ist anhaltend gut, 78,77 Prozent haben ihre Stimme abgegeben. Das sind sogar drei Prozent mehr als vor fünf Jahren.