Bad Urach Budenstadt in der Fachwerkkulisse

Bad Urach / Von Kirsten Oechsner 09.12.2018

Eine festlich illuminierte Fachwerkkulisse mit einem alles überstrahlenden Weihnachtsbaum plus einer stimmungsvollen Budenstadt mit einem vielseitigen Angebot – kulinarisch wie kunsthandwerklich. Doch das Wetter trübte eine rundum positive Bilanz: Nach einem Auftakt nach Maß am Freitag ging’s wechselhaft weiter – je nach Regen und Sturm waren mehr oder eher weniger Besucher auf dem Marktplatz unterwegs. Insgesamt schien es aber so, dass die Menschen für jede Wetterberuhigung dankbar waren und ihren Platz in der warmen Stube für wenigstens einen kurzen Gang durch die weihnachtliche Budenstadt verließen.

Die Mischung macht’s in Bad Urach aus: Neben professionellen Händlern sind auch zahlreiche Vereine, Gruppen und Schulen mit einem Stand vertreten. Zur traditionellen Weihnachtsmarkt-Speise gehört für viele Besucher beispielsweise die Hengener Scharfe vom Sportverein, die Uracher Jugendfeuerwehr punktet seit Jahren mit ihrer Pizza, wobei die schwäbische Variante mit Schwarzwurst gefragt ist und bewundernde Blicke zieht auch die Wilhelmschule auf sich, dort werden Maroni auf dem offenen Feuer geröstet. Doch der Weihnachtsmarkt ist nicht nur aus kulinarischen Gründen gefragt und attraktiv: Für jeden Geschmack ist auch über Waffeln und Rote hinaus etwas geboten.

Wer in Sachen Kreativität zwei linke Hände oder keine Zeit hat, der wurde in vielen Bereichen fündig: Die einen Händler verkauften selbst gestrickte Socken, bei anderen gab’s wärmendes aus Filz und bei den nächsten selbst Hergestelltes, um sich sozusagen von innen heraus zu wärmen – von Whiskey bis zu Likören reichte da die Palette. Groß war die Auswahl an Holzarbeiten von ganz groß bis miniklein, von praktisch bis zu dekorativ. Bei der Herstellung konnten die Besucher einem Drechsler zuschauen, und ein Hingucker war am Wochenende wieder einmal der Schmied, der über dem Feuer arbeitete. Doch auch Neues gab’s unter dem Altbewährten zu entdecken, Etageren aus Sammeltassen zum Beispiel oder filigran gearbeitete Holzbilder ebenfalls.

Einmal mehr war der Weihnachtsmarkt Treffpunkt von Familien und Freundeskreise – immer größer wurden die Runden an den Stehtischen der verschiedenen Anbieter von Essen und Trinken. Wobei die Heißgetränke von Glühwein bis zu Met zwar gefragt waren, aber der eine oder andere Besucher dann doch lieber zu einem Bier griff.

Kinder konnten sich am Sonntag beim Theater „Pass-Par-Tu“ amüsieren, und der Weihnachtsmann war sowieso immer eine Attraktion – und das nicht nur für die kleinen Besucher. Das Wetter spielte dieses Jahr zwar nicht so mit wie erwünscht, doch vor allem die Bad Uracher hielten ihrem Weihnachtsmarkt die Treue und sahen ihn als das an, was er letztlich auch ist: Ein Treffpunkt für Groß und Klein.

Musik und Lieder am Weihnachtsmarkt

Über den Bad Uracher Marktplatz erklangen während der gesamten Markttage Weihnachtslieder aus dem Lautsprecher, doch für musikalische Unterhaltung sorgten auch Musikverein und Fanfarenzug, die Kindergärten Rosengarten und Primus Truber, der Swingchor und der Posaunenchor sowie die Bläserklasse des Vorstufenorchesters. oe

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