Weil er im Verdacht steht, gleich für eine ganze Serie von Brandstiftungen verantwortlich zu sein, hat die Polizei im Juni 2019 einen 22-Jährigen aus Dettingen festgenommen. Der junge Mann ist Mitglied bei der Dettinger Feuerwehr. Ihm werden zwischen Oktober 2018 und März 2019 in Dettingen eine vollendete und drei versuchte schwere Brandstiftungen, drei versuchte Brandstiftungen und vier Sachbeschädigungen durch Brände vorgeworfen.

Mutmaßlicher Brandstifter soll seine eigene Wohnung angezündet haben

Der mutmaßliche Brandstifter soll nicht nur Hecken und Mülltonnen angezündet haben: Feuer wurde auch an einem Holzschuppen, einem Pferdeanhänger, einem Wohnmobil und einem Auto in einer Tiefgarage gelegt. Zudem steht der Mann laut Polizei in dringendem Verdacht, am 23. März seine damalige Wohnung, die in der Nähe der vorherigen Brände liegt, angezündet zu haben.

Die Staatsanwaltschaft erließ Haftbefehl

Allein bei dem Wohnungsbrand entstand ein Schaden von rund 200 000 Euro. Der Gesamtschaden wird auf 240 000 Euro geschätzt. Im Laufe der Ermittlungen des Kriminalkommissariats Reutlingen hatten sich im Laufe der Zeit erste Verdachtsmomente gegen den Mann ergeben, die sich nach und nach verdichteten. Die Staatsanwaltschaft Tübingen erließ Anfang Juni Haftbefehl gegen den Verdächtigen. Der Dettinger sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Bislang hatte er die ihm zur Last gelegten Taten abgestritten.