Die einen geben ihren Lebenssaft, um anderen Menschen zu helfen, ihnen vielleicht sogar das Leben zu retten. Die anderen halten im Sportdress die Fahne ihres Heimatortes hoch – in Hülben ist es zur guten Tradition geworden, Blutspender und Sportler in einer Veranstaltung gemeinsam auszuzeichnen.

Die kleinere Gruppe, die der Blutspender, macht dabei den Auftakt. Man spendet ohne Spendenbeleg, ohne persönlichen Vorteil, ohne Beleg darüber, wer von dem Blut profitiert. „Dieser Ehrungsabend soll für Sie sozusagen als Spendenquittung dienen, als öffentliche Anerkennung“, sagte Bürgermeister Siegmund Ganser. Er erinnerte zudem nochmals an die Bedeutung der Blutspendenaktionen, von denen Frühchen ebenso abhängig sind wie Krebspatienten oder Unfallopfer. Als Vorsitzender der DRK-Ortsgruppe  dankte Ganser auch seinen Mitstreitern für die Organisation und Durchführung von jährlich zwei Blutspendeterminen. „Mit ihrer Spende vollziehen sie einen Akt der Nächstenliebe. Hoffen wir, dass wir selbst nie von einer Blutspende abhängig sind.“

50 Sportler geehrt

Rekordverdächtig waren die Zahlen in zweiten Teil des Ehrungsabends. Schützen, Tennisspieler und vor allem Fußballer und Turnerinnen des SV Hülben sorgten schwerpunktmäßig für einen proppevollen Bürgersaal im Alten Schulhaus. Insgesamt rund 50 Sportlerinnen und Sportler waren für ihre Leistungen aus dem Jahr 2019 von der Gemeinde eingeladen worden, die Zahl jener, die der Einladung gefolgt waren, war zudem angenehm auffällig hoch.

Im öffentlichen Fokus standen besonders die Turnerinnen, die erst in der Relegation am Aufstieg in die Regionalliga gescheitert waren. „Zum Erfolg im Sport gehört auch immer ein Quäntchen Glück. Hättet ihr mit eurer Nervosität zu Beginn nicht ausgerechnet am Schwebebalken beginnen müssen, dann würden wir euch mit Sicherheit heute als  Aufstiegsmannschaft auszeichnen“, sagte Ganser, der seinerzeit persönlich beim entscheidenden Wettkampf nahe München als Zuschauer mit von der Partie war. Mit Blick auf die beschränkten Hallenkapazitäten in Hülben fügte er an: „Euer Erfolg stellt die ganze Gemeinde und Vereine vor ein Problem. Aber wir sind es gewohnt, Probleme zu lösen und werden das auch in diesem Fall schaffen.“

Ganser dankte im Namen der Gemeinde nicht nur den Sportlern selbst, sondern auch den unzähligen Helfern, Trainern, Eltern und Unterstützern im Hintergrund. „Ohne die ginge gar nichts“, so Ganser.

Gesunde Gemeinde

Abgesehen von Platzierungen und Bestleistungen appelierte er dazu, grundsätzlich Sport zu treiben. Hülben als „Gesunde Gemeinde“ biete mit seiner geografischen Lage dazu optimale Voraussetzungen, neueste Errungenschaft sei der Mehrgenerationenweg, dessen Übungsgeräte nicht nur von Senioren, sondern auch von jungen Menschen zu Trainingszwecken benutzt werden könnten.

Die geehrten Blutspender und Sportler in Hülben


Blutspender:
Ehrennadel in Gold mit Eichenkranz für 50 Spenden:
Horst Christner
Ehrennadel in Gold mit Lorbeerkranz für 25 Spenden:

Stefan Müller
Ehrennadel in Gold für 10 Spenden:

Gisela Brunner, Luisa Christner, Chantal Döring, Marco Hermann, Ines Michaelis, Dominic Schur, Petra Trautmann-Stärk.

Sportler:
Hubertusgilde Hülben:
Roland Kächele, Thomas Krannich, Gerd Nitz und Thomas Buck.

Sportverein Hülben
Abteilung Turnen:
Patricia Stahlke, Finia Holder, Lara Marotta, Lena Graubach, Pia Kächele, Emily Marie Sprenger, Gina Lara Blankenhorn, Valerie Burdukov, Melanie Burdukov, Liliana Eisele, Vivienne Fandrich, Marga Hinderer, Carina Kraiser, Antonia Schwarz, Mara Gaßner.

Abteilung Fußball:
Jannis Bock, Lucas Böhnwald, Bennet Buck, Marvin Delimar, Sven Feuerbacher, Marko Habermeier, Laurin Holder, Daniel Kächele, Nick Kuder, Dominik Neuherz, Florian Puskas, Leon Schindler, Christian Streubel, Fabian Zlodi.

Tennisclub Hülben
Philipp Klose, Matthias Christner, Nick Kuchenbecker, Simon Sperl, Sören Stach, Tom Kuchenbecker, Patrick Notter, Nick Kuder, Lucas Böhnwald, Max Schmid, Andreas Braun.

TC Dettingen
Adelheid Epple

MSC Frickenhausen
Moritz Wengel

1. RMC Reutlingen
Emma Nusser

TSG Reutlingen Ski-Alpin
Bastian Bock.