Metzingen Blühende Wüste und verschneites Jerusalem

Felsendom mit Schneehaube: Die Pilgergruppe in Jerusalem.
Felsendom mit Schneehaube: Die Pilgergruppe in Jerusalem. © Foto: Privat
Metzingen / SWP 03.03.2015
Kürzlich machte sich eine 22-köpfige Pilgergruppe aus den katholischen Kirchengemeinden Metzingen und Bad Urach auf den Weg nach Israel.

Pastoralreferentin Britta Groß und Gemeindereferent Michael Ziegler begleiteten die Reise. Der Pilgerweg auf den Spuren Jesu begann frühmorgens im Kloster Emmaus. Die ersten drei Tagesetappen führten durch die judäischen Berge bis in die Vororte von Jerusalem. Jede Tages-Wanderung begann mit einer Morgen-Andacht.

Geführt wurde die Gruppe vom israelischen Guide Sharon. Er ist in Deutschland aufgewachsen, vor Jahren nach Israel ausgewandert und vom katholischen Glauben zum Judentum konvertiert. So hatte er beste Kenntnisse über das Christentum, den jüdischen Glauben, Geschichte, Geografie, Politik und natürlich über die örtlichen Gegebenheiten. Er führte die Pilger sicher über steinige Wege, Höhen und Tiefen zu den Kibbuzim, in denen übernachtet wurde. Im arabischen Dorf Ein Rafa besuchten die Wanderer die Moschee und erhielten vom Imam ausführliche Information.

Nach der dritten Tagestour fuhr die Gruppe zum Toten Meer. Von dort wanderte man in zwei Tages-Etappen durch die blühende Judäische Wüste, vorbei an Beduinen mit ihren Tieren, vorbei am Felsenkloster St. Georg und alten Wasserleitungen. Sie sahen frühmorgens den Sonnenaufgang über den jordanischen Bergen. Für einen Besuch der Stadt Jericho, der Taufstelle Jesu am Jordan und einem Bad im Toten Meer war auch noch genügend Zeit. Die geplante Wüstentour im Wadi Kelt musste wetterbedingt abgeändert werden.

Nach fünf Tagen und 70 Kilometern zu Fuß erreichten die Pilger durch das Kidrontal Jerusalem. Die Grabeskirche, die Via Dolorosa, die Klagemauer, der Tempelberg, die Davidstadt und der arabische Basar wurden besucht. Die Gruppe erlebte beim Besuch auf dem Tempelberg die aufgebrachte und bedrohliche Stimmung seitens muslimischen Gläubigen gegen jüdische Besucher. Am letzten Tag versank Jerusalem im lange angekündigten Schnee. Die Pilgergruppe stapfte durch knöchelhohen Schnee auf den Zionsberg und durch die Altstadt und lieferte sich einige Male mit Kindern und Jugendlichen lustige Schneeballschlachten.

Tiefe Eindrücke, Erinnerungen an interessante Begegnungen und Gespräche, an reiche Vegetation und imposante karge Wüstenlandschaft und an die Stadt Jerusalem sowie eine Pilgerurkunde begleiteten die Pilger zurück in die Heimat.

Ein Nachtreffen ist geplant für Sonntag, 12. April, beginnend mit dem Gottesdienst um 8.45 Uhr in St. Johannes Riederich. Nach Spaziergang und Mittagessen gibt es um 13 Uhr eine offene Vorführung der Bilder im Gemeindehaus Peter und Paul in Grafenberg.

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