Sport Bewegt ins Neue Jahr

Rund 80 Teilnehmer haben beim Neujahrslauf mitgemacht.
Rund 80 Teilnehmer haben beim Neujahrslauf mitgemacht. © Foto: Mara Sander
Von Mara Sander 01.01.2018

Die Teilnehmer vom Metzinger Marathonstammtisch und ihre Freunde reden nicht nur von guten Vorsätzen, sondern setzen sie bekanntermaßen auch gleich am Neujahrstag in die Tat um, zumindest in Bezug auf die Gesundheit.

 Sie treffen sich schon seit vielen Jahren am Neujahrsmorgen zum ersten Ausdauerlauf des Jahres vom Kelternplatz hinauf auf den Florian und zurück. Das Wetter spielt dabei nur eine ganz untergeordnete Rolle, nämlich falls es zu glatt sein sollte. Aber davon konnte am Montag keine Rede sein, im Gegenteil. Bei fast frühlingshaften Temperaturen, strahlend blauem Himmel und Sonnenschein zogen fast 60 Teilnehmer ihre Laufschuhe an und griffen annähernd 30 Nordic Walker zu den Stöcken, um sich um 11 Uhr auf den Weg durch die Natur zu machen und gleich ein hohes Ziel, nämlich den Metzinger Hausberg, zu erreichen. „So ein tolles Wetter und so viele Teilnehmer haben wir noch nie gehabt“, strahlte Andreas Mörz, der zusammen mit Rolf Syring vom Metzinger Marathonstammtisch den Neujahrslauf organisiert. „Die Ambitionierten laufen über den Korrenbach und die Obsthalle mit einer Gesamtstreckenlänge von zirka zwölf Kilometern zum Gipfel. Die Genussläufer laufen über den Stauferweg zum gemeinsamen Fototermin auf den Florian. Die Gesamtstrecke ist etwa acht Kilometer lang. Die Nordic Walker laufen gemeinsam auf den Wegen unterhalb des Florian“, beschreiben sie die Streckenführung.

Es geht beim Neujahrslauf nicht um Höchstleistungen, sondern um Ausdauer und Freude an der Bewegung, auch wenn es für viele Teilnehmer Training für die Marathonläufe und andere Strecken ist. Dass Mies Müller als Schlusslicht fungierte, lag mit Sicherheit allerdings nicht an mangelnder Kondition, sondern daran, dass die Läufer aufeinander achten und Verantwortung füreinander übernehmen. Die letzte Läufergruppe ist für alle, die es vielleicht doch mal zwischendurch etwas langsamer angehen lassen wollen oder für den Fall, dass jemand doch das eine oder andere Zwicken spüren sollte. Jeder darf so schnell laufen, wie er möchte. Es gibt weder eine Stoppuhr noch ein Leistungsabzeichen, nur die Freude, es wieder einmal geschafft zu haben und zum Abschluss auf dem Kelternplatz bei heißem Tee oder Glühwein und Resten vom Weihnachtsgebäck miteinander zu reden. Dabei werden auch schon mal Pläne für das neue Jahr geschmiedet, wie jemand, der noch nicht so lange dabei ist, am besten für den Ermstal-Marathon, aber auch kürzere Strecken trainiert. Aus manchem Anfänger ist schon ein Stammläufer geworden, weil es allen Spaß macht, miteinander etwas für die Gesundheit und Kondition zu tun.

Unabhängig davon gingen auch mehrere Dutzend Menschen gemütlich spazieren an den Strecken und bewunderten die Energie der Neujahrsläufer. Energie fehlte allerdings offensichtlich den „Knallern“, die nachts an der Strecke ihre Feuerwerkskörper gezündet hatten und es nicht für nötig hielten, die Reste selbst zu entsorgen, sondern die das neue Jahr gleich als Müllsünder begonnen haben.