Bad Urach Berghotel: Investor denkt über Wohnungen nach

Das Hotel am Berg am Uracher Hochberg: Einst eine glanzvolle Adresse für Urlauber, dann dem Verfall preisgegeben. Jetzt soll das Haus renoviert und vielleicht auch mit Wohnungen ausgestattet werden.
Das Hotel am Berg am Uracher Hochberg: Einst eine glanzvolle Adresse für Urlauber, dann dem Verfall preisgegeben. Jetzt soll das Haus renoviert und vielleicht auch mit Wohnungen ausgestattet werden. © Foto: Thomas Kiehl
Bad Urach / Christina Hölz 08.08.2018
Im Herbst möchte Investor Gunther Single die Betreiber fürs Berghotel präsentieren. Er denkt über Wohnungen im Haus nach.

Kaum ein Haus stand einst so für den Glanz der Stadt wie dieses. Das Hotel am Berg war Urachs erstes Kurhaus. Eine Herberge mit Grandhotel-Flair. Vor gut zehn Jahren drehten die letzten Betreiber dann den Schlüssel um – das Hotel stand leer und drohte zu verfallen. Viele Uracher freuten sich, als sich vor gut eineinhalb Jahren wieder Investoren für das Haus fanden: Die neuen Besitzer Helmut und Gunther Single aus Nürtingen haben viele Pläne – doch richtig viel passiert ist auch in jüngster Zeit nicht im ehemaligen Hotel über der Stadt.

Das soll nun anders werden, betont der Architekt Gunther Single. Für die Herberge möchte der Nürtinger außerdem im Herbst neue Betreiber präsentieren, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Suche nach geeigneten Hoteliers sei nicht ganz einfach (ein heißer Kandidat ist wohl zwischenzeitlich abgesprungen). Auch am detaillierten Konzept wird noch mit den Interessenten gefeilt: „Wir sind in der Endphase der Verhandlungen.“

Es sei wichtig, schon vor dem Umbau auf Wünsche der künftigen Betreiber von Hotel und Gaststätte einzugehen. Beides soll in Urach an getrennte Parteien vergeben werden. „Das entspricht dem Trend der Zeit. Immer weniger Hoteliers übernehmen heute auch eine Gastronomie“, urteilt Single. Zu klären gibt es in den kommenden Wochen noch einiges, vor allem, was die Zahl der Zimmer im Haus angeht. Während die beiden Investoren zunächst mit rund 60 Betten rechneten, forderten größere Hotelbetreiber mindestens derer 80 – aus wirtschaftlichen Gründen.

Gunther Single indessen könnte sich auch vorstellen, bei einem kleineren Raumkonzept zu bleiben. Er denkt dafür über ein weiteres Projekt nach: „Unter Umständen richten wir 60 Zimmer ein und bauen dafür ein paar Wohnungen unters Dach.“

Das sind noch Planspiele, relativiert der Architekt, der den Umbau auch selbst entwirft. Doch mit dem Gedanken an Penthouse-Appartements über den Dächern der Stadt könnte er sich durchaus anfreunden.

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