Das Benefizkonzert der musikreibenden Neuhäuser Vereine war ein großer Erfolg. Mehr als 600 Menschen trotzten den hochsommerlichen Temperaturen, um gute Musik zu hören und damit Gutes zu tun, denn der Erlös ist als Spende für den Bau eines Wasserkraftwerks in der Partnergemeinde Tandala in Tansania bestimmt. Der mit dem Kraftwerk erzeugte Strom soll einerseits das Diakoniezentrum in Tandala versorgen, und andererseits liefert es auch einen Beitrag zum Klimaschutz, wie Friedemann Salzer erklärte. So könne die Einrichtung Strom für den Eigenbedarf erzeugen, speichern und verkaufen. Das Projekt stehe kurz vor dem Start, allerdings würden noch rund 100 000 Euro in der Kasse fehlen.

Die sehr guten Leistungen aller beteiligten Musiker hat die Spendenbereitschaft des Publikums sicher auch gefördert. Und so fand sich nach dem Konzert mancher Schein in den Sammelkörbchen wieder. „Ich freue mich über ein volles Haus“, hatte der Liederkranz-Vorsitzende Günter Hau die Gäste in der nahezu überfüllten Kirche begrüßt, denn das sei nicht selbstverständlich, dass man bei einem solchen Sommerwetter ins Konzert gehe. Allein 205 Musiker und Sänger waren beteiligt, wie er stolz verkündete. „Das soll uns mal einer im Ermstal nachmachen.“

Das Konzert stand unter dem Motto „Alle Menschen dieser Welt“. Dieses Thema zog sich durch das Programm, etwa mit dem Lied „We have come from different homes“.

Die Posaunenchöre aus Tandala und Neuhausen, die Hofbühlmusikanten, die Chöre des Liederkranz, darunter auch die „Uhli-Kids“, eine Kooperation der Uhlandschule Neuhausen und des Liederkranzes, sowie der Kirchenchor und natürlich auch die Musiker aus Tandala trugen in verschiedenen Kombinationen zum großen Erfolg des Benefizkonzerts bei. Sie machten dabei bewusst, dass Musik mehr als nur Sprachgrenzen überwindet und zum Frieden beitragen kann.