Metzingen Begleitung kommt von Herzen

Die Spende über 500 Euro kann die Hospiz-Gruppe gut gebrauchen. Foto: Rena Weiss
Die Spende über 500 Euro kann die Hospiz-Gruppe gut gebrauchen. Foto: Rena Weiss
Metzingen / RENA WEISS 05.04.2013
Das Team des Kleiderbasars der Bonifatius-Gemeinde traf sich am Mittwochabend mit der Hospizgruppe Metzingen/Ermstal im Haus Matizzo, um dieser einen Scheck in Höhe von 500 Euro zu übergeben.

Der Erwachsenenkleiderbasar der Bonifatius-Gemeinde ist seit Jahren ein fester Bestandteil der katholischen Gemeinde. Den Erlös des jüngsten Kleiderbasars haben die Organisatoren am Mittwochabend der Hospiz-Gruppe Metzingen-Ermstal in Form eines Schecks in Höhe von 500 Euro übergeben.

Für das noch junge Organisationsteam des Kleiderbasars stand früh fest, wer den Erlös des jüngsten Kleiderbasars im März erhalten sollte. Anne Riedlinger, Doris Wechselberger, Evi Bossler-Schulz, Miriam Schnurr und Verena Schwarz ließen es sich am Mittwochabend nicht nehmen, ihre Entscheidung persönlich mitzuteilen.

"Wir finden die Arbeit der Hospizgruppe ganz arg wichtig und wenn sich jemand so engagiert, dann muss man das wertschätzen", so Anne Riedlinger stellvertretend für die Kleiderbasargruppe. Doch auch die Hospizgruppe, die durch die Vorsitzende Melitta Hoch und Koordinatorin sowie Einsatzleiterin Ulrike Ruf repräsentiert wurden, wissen, wie viel Mühe hinter der Planung und Ausführung eines Kleiderbasars steckt. "Wir freuen uns, dass sie bei ihrem Basar an uns gedacht haben", richtete Hoch das Wort an das Basarteam, "und wir wissen 500 Euro zu erlösen ist harte Arbeit."

Mit dankender Anerkennung nahm die Hospizgruppe den Scheck des Erwachsenenkleiderbasars der Bonifatius-Gemeinde an.

Die Hospizgruppe Metzingen-Ermstal kann dieses Geld gut gebrauchen, denn als ehrenamtlicher Verein ist er auf genau solche Spenden angewiesen. Neben Verwaltungskosten, deren "Größenordnung ehrenamtlich nicht mehr zu halten ist", so Hoch, bietet die Hospizgruppe auch Fortbildungen und Supervisionen an. "Uns ist die Qualität der Sterbebegleitung wichtig", betonte Hoch. Um diese jedoch garantieren zu können, benötigt der Verein mit seinen insgesamt 24 ehrenamtlichen Sterbebegleitern finanzielle Unterstützung.

Die erhaltene Spende des Kleiderbasars ist schon verplant. Das sich noch in den Kinderschuhen befindende Projekt eines stationären Hospizzimmers soll damit verwirklicht werden. Noch ist das Projekt eine bloße Idee, denn es gibt viel zu berücksichtigen, aber die Spende ist ein erster Schritt zur Realisierung dieser Idee, erklärten Ruf und Hoch. Die Idee ist noch ganz frisch und die Hospizgruppe und der neu gegründete Arbeitskreis nehmen sich genügend Zeit, um alles richtig zu planen. Denn die Hospizgruppe weiß: "Begleitung muss von Herzen kommen". Sie könne nicht erzwungen werden. Aus der Scheckübergabe zweier sehr unterschiedlicher Vereine wurde ein Gespräch über ehrenamtliche Arbeit, über Mitmenschen, die sich helfen, ein Gespräch Gleichgesinnter.

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