Metzingen Bauhof testet neues Elekto-Fahrzeug

Der Bauhof testet ein Elektrofahrzeug.
Der Bauhof testet ein Elektrofahrzeug. © Foto: Philipp Steyer-Ege
Metzingen / Von Philipp Steyer-Ege 15.06.2018

Der Elektro-Pickup des Herstellers „Street-Scooter“, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Post, war zwar noch nie wie ein „Tesla“ im Weltall, ist aber trotzdem ein stolzer Vertreter seiner Gattung. Der Bauhof testet derzeit ein Modell mit Signalanlage und elektronischer Pritsche.

Das orangen-leuchtende fleißige Helferlein findet das Haupteinsatzgebiet momentan bei der Pflege der Blumenbeete, die es bei derzeitiger Witterung nicht leicht haben, oder gar gänzlich verfault sind. Die Mitarbeiter des Bauhofs sind begeistert: Das Modell sei so angenehm zu fahren wie ein Auto. Auch die Fahrerkabine sei geräumiger und bequemer als bei anderen getesteten Fahrzeugen. Die Möglichkeit im Winter zu heizen und den Bremsen selbst mit voller Ladefläche, dank Bremskraftverstärker, trauen zu können sei ein weiterer Bonus der für das leise-summende Fahrzeug spricht. Die Post produziert den „Street-Scooter“ bereits seit 2016 in Serie und plant die gesamte Post-Flotte von 70 000 Fahrzeugen nach und nach zu elektrifizieren. Das Fahrzeug steht, mit verschiedenen Aufbauten, auch Kommunen zum Test und Verkauf zur Verfügung. Auch Passanten aus Metzingen zeigten sich bereits von dem Elektromodell begeistert und fragten interessiert nach, ob das bald Standardprogramm sei.

Aber gekauft ist noch lange nicht: Wenn sich in der Zukunft etwas anbiete, dann ein Leasing-Vertrag, so Eberhard Müller, Leiter des Bauberiebshofes. Weil sich sonst die Technik gerne selbst überhole. Ob dann auch Ladestationen gebaut werden, bleibt offen, normale Steckdosen funktionieren vorerst einwandfrei. Das kleinere vom Bauhof getestete Modell biete sich besonders an, da lieber etwas kleinere bewegliche Fahrzeuge beim Einsatz in der Stadt gesehen werden als zu große. Die damit verbundene kleinere Batterie mit 80 Kilometer Reichweite stellt für Metzingen und die geplanten Einsatzgebiete auch kein Problem dar. Selbst wenn das bedeuten sollte, dass das Weltall vermutlich nie zu den künftigen Einsatzorten gehören wird.

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