Metzingen Bagger schafft mehr Platz fürs Wasser

Metzingen / Von Peter Kiedaisch 14.08.2018

Ein besorgter Anwohner der Mühlwiesenstraße hat vorsorglich Sandsäcke vor seinem Grundstück aufgestapelt. Es sind diese Tage. Ferien, da ist er nicht rund um die Uhr zu Hause. Und es ist schwül. So sehr es morgens nach Hitze und Sommer aussieht, so schnell kann es abends ein Gewitter geben. Mit den Folgen, die im Mai und Juni zu beobachten waren. Der Ermskanal schwappte über, und das Wasser drang in zahlreiche Häuser ein. Mit den Sandsäcken möchte der Hauseigentümer genau das verhindern. So gut das eben geht.

Die Stadt wird dieser Tage ihrerseits aktiv in Sachen Hochwasserschutz. Bereits vorvergangene Woche ließ sie einen Teil des Ermskanals an der Reutlinger Straße im Bereich der Stefansmühle ausbaggern. Am Dienstag rückten Bauarbeiter  dem Schlamm im Kanal auf Höhe der Brücke an der Römerstraße und in der Kanalstraße zu Leibe.

Ab dem kommenden Jahr sollen zudem die beiden Wehre am Freibad elektronisch gesteuert werden. Und zwar „zuverlässig“, wie Metzingens OB jüngst sagte, als er Einzelheiten des städtischen Hochwassermanagements erläuterte. Dazu gehören auch weitere Überflutungsflächen für den Buchbach.

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Warum der Ermskanal ausgebaggert wird

Nach den Hochwassern Ende Mai, Anfang Juni steigt die Stadt ins Hochwassermanagement ein. Eine erste Maßnahme ist das teilweise Ausbaggern des Kanals. Um dadurch den Leitungsquerschnitt an neuralgischen Punkten zu erhöhen. Insbesondere vor Brücken.

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