Entgegen der Meinung „Montags“ sei nix los, durften die Gäste des Graf-Eberhard-Gymnasiums in der voll besetzten Rietenlauhalle in Hülben ein wunderschönes und emotionales Sommerkonzert genießen. Sowohl die Lehrer, wie auch alle teilnehmenden Schüler präsentierten großartige Leistungen, viel Emotionen und herausragende Begeisterung für ihr Wirken und Tun. Zum Einstieg des musikalisch vielseitigen Sommerkonzerts spielte das Orchester unter der Leitung von Joachim Teufel, bestehend aus ehemaligen Schülern und der Musikschule Bad Urach auf. Der große Chor erfreute die Zuhörer mit einem Medley bekannter ABBA-Songs. Die großartige Begleitung von Daniela Cremer am Klavier lockerte die Performance auf, während die Jugendlichen konzentriert am Blatt hingen. Die Halle zum Beben hingegen brachte die relativ neu gegründete Cajon-AG. Verkleidet mit Rastalocken, großen Sonnenbrillen und überdimensionalen Sommerhüten, begeisterten die Teilnehmer mit ihrer fetzigen Choreografie – stets begleitet und geführt von ihrer Lehrerin Katrin Kern. Die Begeisterung und Rhythmus steckte an – die Halle schien zu beben und alle klatschten im Takt der Musiker mit und ein tosender Applaus war der Dank dafür. Die tolle Stimmung halten konnte der Chor der Sechs- und Siebenklässler. Voller Begeisterung sangen die Schüler auswendig „Sowieso“, „Count of me“ und endeten mit „Applaus, Applaus“ ihre Performance. Chorleiterin Cora-Ann Wagener-Mühleck verstand es, die Schüler zu begeistern – der Funke sprang auf das Publikum über. Als besondere Überraschung hatten sie zum Lied „Applaus, Applaus“ Danke Plakate gemalt und bedachten damit Schulleiter Friedemann Schlumberger. Kurz vor seinem Ruhestand war es für ihn das letzte Sommerkonzert in seiner Funktion als Schulleiter des Graf-Eberhard-Gymnasiums. Überhaupt war der Abend spürbar verbunden mit Wehmut angesichts des nahenden Abschieds. Für weitere musikalische Akzente sorgte das Orchester mit einem Konzert­auszug in Es-Dur.  Ein weiteres Highlight war der Chor der Fünfer. Allein der Aufmarsch der Kinder auf die Bühne war filmreif. Auf ihrer besungenen Seefahrt nach Rio entdeckten sie voller sichtbarer Freude die Insel Witschiwatschiwu und einen blonden Kakadu. Matrosenshirt und Mützen sowie angeklebte Bärte bereiteten nicht nur den Kids viel Freude – die Stimmung in der Halle war bestens und viele summten die Lieder mit. Obwohl kaum möglich, steigerte die Big-Band unter der Leitung von Katrin Kern den Abend noch einmal und brachte rockige Energie auf die Bühne. Ob „Eye of the Tiger“, „Skyfall“, „Big Spender“ sowie „Smoke on the Water“: Jeden Ton rockte Kern zusammen mit ihren Musikschülern, dass es eine echte Freude war. Die Freude an der Musik jedenfalls schwappte auf die Gäste über, sodass niemand mehr ruhig auf den Sitzen blieb. Frenetischer Applaus belohnte die Musiker für ihre tolle Leistung.

Das große Finale des Konzerts war komplett Schulleiter Schlumberger gewidmet. Bereits während der Aufstellung beschlich die Gäste das Gefühl, dass nun gleich keiner mehr in der Halle sitzt, da die Bühne fast aus allen Nähten zu platzen schien. Fähnchen mit dem Konterfei Schlumbergers aus früheren Jahren wurden verteilt, Stühle gerückt, jeder suchte sich seinen Platz. Unter dem Dirigat von Joachim Teufel sangen alle gemeinsam „Land of Hope und Glory“ und dankten damit ihrem scheidenden Schulleiter, der gerührt das Geschehen verfolgte. Die ganze Halle stand und klatschte Beifall während dieses ergreifenden Moments. Schlumberger selbst bedankte sich mit den Worten: „Ich bin völlig überwältigt und frage mich andauernd, wer denn der Mann auf den Fähnchen ist“. Schmunzelnd dankte er allen Mitwirkenden und er war sich sicher, „das war mal wieder das Graf-Eberhard-Gymnasium“.