Der Weg in Europas hohen Norden ist für deutsche Urlauber wieder frei: Das Auswärtige Amt hob am Mittwoch die wegen der Corona-Pandemie verhängte Reisewarnung für Norwegen wieder auf. Tags zuvor war bereits die Reisewarnung für Schweden ausgelaufen. Anders sieht es mit Reisen nach Luxemburg aus: Wegen einer erhöhten Zahl an Coronavirus-Neuinfektionen warnt das Auswärtige Amt seit Dienstag vor Reisen in das Großherzogtum.

Infektionszahlen in Schweden gehen zurück - Norwegen erlaubt wieder Einreisen

Die Reisewarnung für Norwegen habe nur deshalb noch bestanden, weil Norwegen die Einreise deutscher Touristen nicht gestattet habe, sagte ein Außenamtssprecher. "Nachdem Norwegen die Einreise von Touristen wieder gestattet, haben wir eben auch die Reisewarnung aufgehoben." Die Warnung für Schweden sei aufgehoben worden, weil dort die Zahl neuer Infektionen zurückgegangen sei.

Fährbetrieb zwischen Kiel und Oslo für deutsche Touristen wieder aufgenommen

Durch die Aufhebung der Reisewarnung müssen Urlauber nicht mehr in eine 10-tägige Quarantäne. Doch so ganz normal wird es auf der Fähre nicht werden. Nach Vorschriften müssen die Passagiere Abstand halten und öfter die Hände desinfizieren. Die Zahl der Sitzplätze in den Bordrestaurants sind begrenzt. Statt der üblichen 2600 Passagiere, dürfen nur noch die Hälfte mitfahren.

Neue Reisewarnung für Luxemburg ausgesprochen

Was Luxemburg angeht, rate das Auswärtige Amt nun von allen "nicht notwendigen touristischen Reisen" ab, sagte der Sprecher. In dem Land sei die Zahl der Neuinfektionen von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten worden. Das Robert-Koch-Institut hatte Luxemburg zuvor als Risikogebiet eingestuft.
Grenzkontrollen zwischen Luxemburg und Deutschland finden nach Angaben des Auswärtigen Amts dennoch nicht statt. Die Staatskanzlei des an Luxemburg grenzenden Saarlands empfahl Menschen, die etwa aus beruflichen Gründen pendeln müssen, sich regelmäßig testen zu lassen. In Luxemburg werden Tests kostenlos angeboten.

Reisewarnung für die Türkei besteht weiterhin

Über eine Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei sei noch nicht entschieden worden, sagte der Außenamtssprecher. Die türkische Regierung habe "eine Vielzahl von Daten und Informationen" zur Verfügung gestellt, die nun ausgewertet würden. Die Türkei drängt seit längerem auf eine Aufhebung der Reisewarnung. Der Tourismus ist für das Land eine wichtige Einnahmequelle.

Ulm/Göppingen