Segelfliegen Aufstieg in die Bundesliga wird Thema

Der Schluchsee aus dem Blickfeld eines der Grabenstetter Segelflieger. Pilot Jürgen Theiss machte dieses Bild im Südschwarzwald.
Der Schluchsee aus dem Blickfeld eines der Grabenstetter Segelflieger. Pilot Jürgen Theiss machte dieses Bild im Südschwarzwald. © Foto: Jürgen Theiss
Grabenstetten / swp 28.06.2018

Die Hälfte der Saison liegt mittlerweile hinter den Piloten der Fliegergruppe Grabenstetten, und pünktlich zur zehnten Runde in der Zweiten Segelflug-Bundesliga bescherte eine Kaltfront nicht nur kühlere Temperaturen, sondern schnelle Segelflüge und den dritten Platz für die Flieger von der Vorderen Alb.

Die kühlere Luft sorgt bei Sonneneinstrahlung für größere Temperaturunterschiede am Boden, und dadurch entstehen bessere Aufwinde – für die Segelflieger ein Grund, gerade solche Tage wie den vergangenen Samstag zu nutzen. „Das beste Wetter war in Oberschwaben, aber auch im Schwarzwald waren gute Streifen für die Liga zu finden“, erklärt Jürgen Theiss. Wie acht andere Piloten aus Grabenstetten war er entlang der Donau, in Oberschwaben und sogar bis ins Allgäu unterwegs. Den Einzug in die Liga-Wertung verpasste er knapp: „Ich habe mich für einen Genussflug entschieden. Vermutlich habe ich unterwegs zu viele Fotos gemacht“, so erklärt Theiss, dass er diesmal nicht zu den drei schnellsten Piloten des Vereins gehört. Nur die drei schnellsten Flüge des Wochenendes werden für die Bundesliga gewertet.

Entlang der Donau unterwegs

Albert Kazmaier und Patrick Kutschat im Doppelsitzer flogen entlang der Donau in den Südwesten bis Tuttlingen und noch ein Stück weiter in Richtung Singen. Trotz einiger Schwierigkeiten und Tiefpunkte in der zweiten Hälfte des Fluges konnten sie mit durchschnittlich 84,5 Stundenkilometer zur Liga-Wertung beitragen. Henrik Theiss wählte die Flugstrecke entlang der Donau noch etwas geschickter und kam so auf 88,2 Stundenkilometer. Noch ein klein wenig schneller war Silvan Meckelnburg, der einen Abstecher in den südlichen Schwarzwald unternahm. Im Unterschied zu den anderen Piloten war er ohne nennenswerte Tiefpunkte fast durchgehend in Höhen über 1500 Meter unterwegs, was seine Geschwindigkeit nach oben trieb,  auf durchschnittlich 88,4 Stundenkilometer.

Sieben Klubs steigen auf

Mit Rundenplatz drei erzielten die Grabenstetter Segelflieger ihr bislang zweitbestes Ergebnis der Saison. In der 30 Vereine umfassenden Tabelle zieht Grabenstetten damit an Homberg/Ohm (Hessen) vorbei und steht hinter Steinwald (Oberpfalz), Gifhorn (Niedersachsen) und Schwäbisch Hall auf Rang vier. Damit wird ein möglicher Aufstieg in die erste Liga mehr und mehr zum Thema: Die besten sieben Vereine steigen zum Ende der Saison auf. Den Rundensieg holten sich diesmal die Piloten aus Bad Wörishofen (Allgäu) mit dreimal knapp über 100 Stundenkilometern.

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