Über die Plattform „Wallstreet Market“ sind hunderttausendfach Drogen und andere verbotene Produkte verkauft worden. Jetzt hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft Anklage gegen die mutmaßlichen Betreiber des zweitgrößten Online-Marktplatzes für illegale Waren im Darknet erhoben.

Illegaler Handel: Drogen, Daten, Dokumente

Einem Mann aus dem Landkreis Esslingen und seinen beiden mutmaßlichen Komplizen aus Hessen und Nordrhein-Westfalen wird vorgeworfen, die Plattform zwischen März 2016 und April 2019 aufgebaut und betrieben zu haben, wie die Behörde am Montag mitteilte. Dabei handle es sich um die bis dato weltweit zweitgrößte kriminelle Handelsplattform, über die insbesondere Drogen, ausgespähte Daten, gefälschte Dokumente und Schadsoftware vertrieben wurden.

Mithilfe durch Europol sowie amerikanischer und niederländischer Ermittler

Den Festnahmen im Frühjahr 2019 waren verdeckte Ermittlungen vorausgegangen. Amerikanische und niederländische Behörden waren ebenso beteiligt gewesen wie die europäische Polizeibehörde Europol. Das Darknet ist ein abgeschirmter Teil des Internets.
Die Männer sollen als Betreiber der Plattform an den Verkäufen illegaler Güter Provisionen verdient haben. Gegen alle drei Männer wurde Anklage wegen des Verdachts des bandenmäßigen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge erhoben, zwei von ihnen sind zudem wegen des Verdachts der Untreue angeklagt.