Metzingen Anerkennung für karitatives Engagement

Die Initiative der Jugendlichen um Nicole Schröders (zweite von links) mit Rainer Lang und Dr. Martin Meyer. Foto: Volker Knopf
Die Initiative der Jugendlichen um Nicole Schröders (zweite von links) mit Rainer Lang und Dr. Martin Meyer. Foto: Volker Knopf
Metzingen / VOLKER KNOPF 18.11.2013
Hohe Anerkennung für das Brasilien-Projekt des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums und der St. Bonufatius-Gemeinde. Sie wurden beim "Eine-Welt-Preis" im Heidelberger Schloss ausgezeichnet.

Alle drei Jahre vergibt die Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) Preise für Menschen und Initiativen, die sich in entwicklungspolitischen Projekten engagieren. Insgesamt werden beim "Eine-Welt-Preis" Preisgelder von rund 10 000 Euro an die Aktiven im Land vergeben, die sich nachhaltig und solidarisch für andere Menschen einsetzen.

So auch am vergangenen Samstag im Königssaal des altehrwürdigen Heidelberger Schlosses. Zu den ausgezeichneten Projekten zählten auch das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium sowie die St. Bonifatius-Gemeinde Metzingen. In der Kategorie "Kinder und Jugendliche" kam die Initiative aus dem Landkreis Reutlingen auf den dritten Platz und durfte sich neben der Urkunde über ein Preisgeld von 500 Euro freuen. In seiner Laudatio beschrieb Dr. Martin Meyer von der Porsche AG das Projekt so. "Seit über zehn Jahren pflegen die St. Bonifatius-Gemeinde Metzingen und die Brasilien AG am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium eine Partnerschaft mit dem Kinderprojekt Gonzalinho in Mato Grosso in Brasilien. In dem Projekt werden Kinder aus schwierigen Verhältnissen von brasilianischen Studenten betreut. Es wird gespielt, gelernt und Gemeinschaft erfahren. Die Brasilien-AG in Metzingen finanziert den Betreuern ein Taschengeld und steht in regem Austausch mit ihnen. Alle zwei Jahre empfängt sie den brasilianischen Betreuer in Metzingen. Anschließend verbringen Mitglieder der Brasilien-AG die gesamten Sommerferien in dem Projekt in Südamerika. Zwei der Jugendlichen aus Metzingen bleiben nach dem Abitur für einen einjährigen Freiwilligendienst vor Ort. Das Projekt wird stark von den Jugendlichen selbst getragen und findet auf Augenhöhe statt. Der Austausch ist immer beidseitig. Zudem ist die Arbeit fest im Schulalltag verankert. Die AG beschäftigt sich im Vorfeld ausgiebig mit Kultur, Sprache und der Gesellschaft Brasiliens. Dies verdient definitiv eine Auszeichnung beim Eine-Welt-Preis. Herzlichen Glückwunsch", so Laudator Meyer. Lob gab es auch von Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, der von "Leuchttürmen sozialen Engagements und beeindruckendem Wirken für eine gerechtere Welt" sprach. Nach der Preisverleihung, die unter der Schirmherrschaft von Peter Friedrich, Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten des Landes Baden-Württemberg stand, ging es zum gemeinsamen Stehempfang der Preisträger. "Wir freuen uns natürlich sehr über diese Wertschätzung. Da steckt sehr viel ehrenamtliche Arbeit dahinter, die hier vornehmlich von den Jugendlichen getragen hat. Diese Auszeichnung fördert auch den Fortbestand des Projekts, das Kindern aus Gonzalinho hilft", sagte Nicole Schröders von der lobenswerten Initiative in der nordbadischen Universitätsstadt.

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