Metzingen Amphibien sind unterwegs

SWP 05.03.2015

Jetzt sind wieder die Amphibien auf den Straßen der Region unterwegs. Der Naturschutzbund bittet Autofahrer deshalb um Vorsicht. Milde Temperaturen bis in die Abendstunden und feuchte Witterung sind die perfekten Wanderbedingungen für Kröten, Frösche, Feuersalamander und Molche. Auf dem Weg zu ihren Laichgewässern müssen die Tiere Strecken bis zu zwei Kilometern zurücklegen und sich dabei vielerlei Gefahren aussetzen. Gefährlich sind vor allem Straßen, die die Tiere überqueren müssen. Das Risiko, dabei überfahren zu werden, ist extrem hoch. Sie sterben selbst dann, wenn sie nicht direkt überrollt werden. Ab Tempo 30 erzeugt ein Fahrzeug einen so großen Luftdruck, dass die inneren Organe der Kröten und Frösche platzen und sie so einen grausamen Tod sterben. Nach Auskunft des Naturschutzbundes sind das im Großraum Metzingen zum Beispiel die Verbindungsstraße zwischen Neuhausen und dem unteren Glemser Stausee sowie einzelne Streckenabschnitte der Kreisstraße 380a zwischen Glems und Eningen.

Die Metzinger Nabu-Gruppe konnte die Situation durch das Anlegen eines Ersatzgewässers im Gebiet Bebenholz etwas entschärfen. Einige Populationen, die früher die Stauseestraße überqueren mussten, haben sich in der Zwischenzeit in dem Teich angesiedelt und können so gefahrlos von ihrem Lebensraum am Fuße der Alb zu diesem Laichgewässer gelangen - aber eben nur ein Teil.