Bad Urach Zwei Uracher erleben den Prager Frühling

Menschenmassen auf dem Prager Wenzelsplatz, nachdem in der Nacht zum 21. August 1968 Truppen des Warschauer Pakts dem Prager Frühling ein jähes Ende bereiteten. Zeugen wurden damals zwei junge Handballer aus Urach. 
Menschenmassen auf dem Prager Wenzelsplatz, nachdem in der Nacht zum 21. August 1968 Truppen des Warschauer Pakts dem Prager Frühling ein jähes Ende bereiteten. Zeugen wurden damals zwei junge Handballer aus Urach.  © Foto: Privat
Bad Urach / Simon Wagner 24.08.2018
Vor 50 Jahren marschierten Truppen des Warschauer Pakts in Prag ein. Damals mittendrin: Ekke Hoffmann und Günther Blank.

Irgendwann zwischen zwei und drei Uhr war für Ekke Hoffmann und Günther Blank die Nacht auf den 21. August 1968 vorbei. „Ekke, Günther“, zischelte Bedrich König damals den beiden Urachern zu, „die Russen kommen!“ Sie glaubten zunächst an einen missglückten Scherz des damaligen Nationaltrainers der tschechoslowakischen Handball-Nationalmannschaft.

Ein Blick aus dessen Wohnung allerdings belehrte sie eines Besseren. Während sich zahlreiche Flugzeuge im Landeanflug auf den vom russischen Geheimdienst okkupierten Flugplatz befanden, bahnten sich auf der vierspurigen Stadtautobahn bis zum nächsten Vormittag eine endlos erscheinende Reihe von Panzern mit lautem Getöse den Weg in das Prager Stadtzentrum. Ohne es damals geahnt zu haben, wohnten die beiden 25- und 18-jährigen zufälligerweise der Niederschlagung des Prager Frühlings bei.

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