Ohne Fleiß kein Preis: Ehe sich die Mädchen und Jungen den Schiedsrichtern stellten, hieß es zuerst einmal Theorie büffeln und dann natürlich üben, üben und noch einmal üben. Bis eine Saugleitung richtig gekuppelt, Knoten richtig gestochen und Strahlrohe korrekt angeschlossen sind, bedarf es viel Zeit. Und natürlich auch einer gehörigen Portion Geduld. Die Jugendfeuerwehrmitglieder, die sich am Samstag im Otto-Dipper-Stadion den Schiedsrichtern stellten, stellten aber eindrucksvoll unter Beweis, dass sie sich optimal auf die Prüfungen vorbereitet hatten.

Entsprechend voll des Lobes war Kreisjugendfeuerwehrwart Andreas Heinlin, Pfullingen, bei der Verleihung der Abzeichen. "Die Ergebnisse waren allesamt gut bis hervorragend", lobte er die Mädchen und Jungen, die sich anschließend voller Stolz die Leistungsspange ans Revers heften durften.

Zuvor aber zeigten die Nachwuchslöscher, was sie in den vergangenen Monaten alles gelernt hatten. Gemeinsam mussten die Teilnehmer fünf Stationen absolvieren. Bei der Schnelligkeitsübung galt es eine Schlauchleitung innerhalb kürzester Zeit zu verlegen.

Danach musste ein Löschangriff gezeigt und eine theoretische Prüfung abgelegt werden, bei der Fragen aus dem feuerwehrtechnischen Bereich, als auch aus gesellschaftspolitischen Bereichen gestellt wurden. Dabei ging es beispielsweise darum, wie der Bundespräsident heißt, oder auch darum, wie ein Verteiler funktioniert. Schließlich standen noch ein Staffellauf und Kugelstoßen an.

Vom Gezeigten war Metzingens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler tief beeindruckt. "Das ist eine tolle Leistung", attestierte er den Jungen und Mädchen, die in voller Montur über die Tartanbahn sausten und dabei eine Löschleitung verlegten. Wie Saugleitungen gekuppelt und anschließend mit Leinen fachgerecht gesichert wurden, faszinierte das Stadtoberhaupt im Anschluss nicht weniger.

Angetreten waren zwölf Gruppen aus dem gesamten süddeutschen Raum. Während sich die Jugendfeuerwehren aus Pfullingen, Trochtelfingen und Dettingen über ihren Erfolg freuen konnten, gingen die Metzinger leer aus. Sie hatten keine Gruppe gemeldet, weil sie mit der Organisation der Abnahme beschäftigt waren. Aber auch hier hatte wieder ein Rädchen ins andere gegriffen, wie der Leiter der Metzinger Jugendfeuerwehr, Frank Stiefel, zufrieden festgestellt hatte und so auf seine Truppe nicht weniger stolz war.

Die Leistungsspange ist ein auf Bundesebene einheitlicher Wettbewerb für die Jugendfeuerwehren. Sie wird von den Jugendlichen am Ende ihrer Jugendfeuerwehrzeit abgelegt und stellt so einen Höhepunkt ihrer Jugendfeuerwehrzeit dar.

Dabei geht es bei diesem Wettbewerb nicht darum, wer der Beste ist. Zwischen den Gruppen herrscht keine Konkurrenz. In den Gruppen, die aus jeweils neun Jugendfeuerwehrmitgliedern besteht, hilft der Stärkere dem Schwächeren. Am Schluss zählt die Leistung der Gruppe, nicht des Einzelnen. Der Lohn für die Anstrengung ist die Leistungsspange, ein aus Altsilber geprägtes Eichenlaub-Abzeichen, das die Jungen und Mädchen seit Samstag an ihrer Dienstkleidung tragen und damit ihren Erfolg nach außen zeigen. Mut

Mehr als hundert Jugendfeuerwehrleute legten in Metzingen die Prüfungen für die Leistungsspange mit Erfolg ab. Foto: Hartmut Holder