Metzingen Ab 1. Oktober gibt es in der Reutlinger Straße eine Fußgängerzone

PETER SWOBODA 26.09.2012
Nachdem der Gemeinderat im Juli beschlossen hatte, in der inneren Reutlinger Straße eine punktuelle Fußgängerzone einzurichten, folgt ab 1. Oktober die Umsetzung. Die Schilder sind zum Teil schon installiert.

Selten war sich der Gemeinderat bei einem solch brisanten Thema so einig wie Mitte Juli, als es darum ging eine punktuelle Fußgängerzone in der Reutlinger Straße zu beschließen. Einstimmig votierte das Gremium dafür. Zum 1. Oktober wird nun die punktuelle Fußgängerzone eingerichtet. Integriert ist dieses Vorhaben in ein neues Verkehrskonzept für die Innenstadt.

Das neue Verkehrskonzept mit diversen Einbahnstraßenregelungen kann allerdings jetzt noch nicht umgesetzt werden, da es zurzeit noch baustellenbedingt eine Vollsperrung in der Hindenburgstraße gibt und demnächst auch eine in der Schreiberei. "Da ist es nicht sinnvoll", so Metzingens Erster Bürgermeister Dietmar Bez, "die neuen Einbahnstraßen einzurichten." Nach Aussage von Ordnungsamtsleiter Albrecht Gaiser wird es wohl noch bis zum nächsten Frühjahr dauern bis das Konzept umgesetzt werden kann. In einem Pressegespräch nannte Bez gestern nochmal die Zahlen aus der Verkehrszählung, die im Sommer erfolgte. So fuhren an einem Mittwoch zwischen 6 und 22 Uhr folgende Fahrzeuge auf der Seite des Lindenplatzes in die Reutlinger Straße ein: 1611 Fahrzeuge insgesamt. Davon waren 26 Lastwagen und 98 Krafträder. Die meisten dieser Fahrzeuge benutzen die Reutlinger Straße laut Bez nur zur Durchfahrt gewissermaßen als Abkürzung. Ziel der Fußgängerzone ist es auch, diesen Durchgangsverkehr aus der Innenstadt rauszubekommen. Zur Fußgängerzone erklärt werden soll der Bereich zwischen Lindenplatz und Krumme Straße sowie in der Straße "Beim Rathaus" zwischen Hindenburgstraße und Nürtinger Straße (wir berichteten). Künftig ist dort lediglich Lieferverkehr erlaubt und zwar von 6 bis 10 Uhr. Die Anwohner dürfen jederzeit passieren. Dafür bekommen sie einen entsprechenden Ausweis. Radfahrer haben freie Fahrt.

Der Zeitpunkt für die Einrichtung der Fußgängerzone ist für Bürgermeister Dietmar Bez ideal, zumal der Verkehr in der Reutlinger Straße in letzter Zeit immer mehr zugenommen hat, das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt jedoch durch die Ortsumfahrung B 28 neu deutlich zurück gegangen ist. "Wir sind auf jeden Fall sehr, sehr gespannt", sagt Dietmar Bez, "wie sich das Ganze entwickeln wird."

Und das soll auch genau beobachtet werden. So wollen beispielsweise die gastronomischen Betriebe, die künftig in der Fußgängerzone liegen, ihren Außenbereich erweitern. "Da müssen wir", so Bürgermeister Bez weiter, "schauen, was möglich ist." Das gilt auch für eine Aufstockung der Möblierung in der Reutlinger Straße etwa mit weiteren Sitzbänken und Spielgeräten für Kinder.

Was die Zufahrtsmöglichkeiten zur inneren Reutlinger Straße betrifft, gibt es in den nächsten zwei Wochen noch einen Engpass in der Schlossstraße. Solange das Gerüst am dortigen Hotelerweiterungsbau noch steht, gibt es von der Ulmer Straße bis zur Martinskirche eine Einbahnregelung. Der Verkehr aus Richtung Hindenburgstraße wird über die Straße "Bei der Martinskirche" zur Ulmer Straße geleitet.