Wittlingen „Wir haben unser Schicksal in Gottes Hände gelegt“

Elf Jahre, davon fünf in Wittlingen, lebte Familie Martins in Deutschland. Nun haben sie einen Schlussstrich gezogen und wollen in Brasilien wieder anfangen zu leben, wie sie sagen.
Elf Jahre, davon fünf in Wittlingen, lebte Familie Martins in Deutschland. Nun haben sie einen Schlussstrich gezogen und wollen in Brasilien wieder anfangen zu leben, wie sie sagen. © Foto: Simon Wagner
Wittlingen / Simon Wagner 31.08.2018
Nach elf Jahren bricht eine Familie ihre Zelte ab und fängt in Brasilien neu an. Nicht nur des besseren Wetters wegen.

Das Ehepaar Martins sitzt in ihrem Mietshaus in Wittlingen auf schnell herbei geschobenen Stühlen. Die Sitzgelegenheiten gehören zu den letzten Einrichtungsgegenständen, die noch verblieben sind. Außer der Küche ist das Einfamilienhaus leer geräumt. Nur vereinzelt liegt noch etwas Werkzeug auf dem Boden, Schritte und Stimmen hallen von den kahlen Wänden wider.

Die vierköpfige Familie sitzt buchstäblich auf gepackten Koffern. Am Sonntag geht ihr Flug nach Brasilien – ein Rückflugticket haben sie nicht gelöst. Der Abschied von Wittlingen bedeutet für sie einerseits ein Aufbruch in ein neues, ungewisses Leben, andererseits auch ein Heimkommen. Die elf- und achtjährigen Kinder freuen sich jedenfalls erst einmal darauf Oma und Opa wieder zu sehen. Ihre 36-jährige Mutter stammt aus der Stadt, in die sie nun, zusammen mit ihrer Familie, zurückkehren wird.

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