Der Film "Talita Kumi" läuft im Montags-Kino im Luna-Filmtheater am 5. Oktober um 18 Uhr mit anschließendem Nachgespräch mit dem Filmemacher. In dem 64-minütigen Dokumentar-Film geht es um Rosa, 14 Jahre alt, die von einem Polizisten frühmorgens in die Einrichtung "Talita Kumi" gebracht wird. Sie weint und hat nur eine Sporttasche dabei. Der Polizist schildert, dass man sie bei einer Drogenrazzia aufgegriffen hat. Sie lebte mit einem älteren Mann zusammen, der Drogen verkaufte. Als die Psychologin sie fragt, ob sie erst einmal bleiben möchte, nickt sie nur.

Daniel Volmer, Filmemacher aus Köln, besuchte im Juli/August 2013 die Einrichtung "Talita Kumi" in Ecuador. Während der dreiwöchigen Reise lernt das Filmteam nicht nur Rosa, sondern viele andere Mädchen und deren Schicksale kennen. Seit 1989 hat die katholische Kirchengemeinde Metzingen Kontakt zu "Talita Kumi" in der Zwei-Millionen-Hauptstadt Quito. Es ist eine Einrichtung für Mädchen und junge Frauen auf der Straße und in anderen Risikosituationen. Die soziale Arbeit der Einrichtung möchte ihnen die Möglichkeit geben, in einer familienähnlichen Atmosphäre ihre Probleme zu erkennen, zu bewältigen und gemeinsam mit ihnen neue, stabile und langfristige Perspektiven für ihren weiteren Lebensweg zu suchen. Im Anschluss an den Film findet in der Medienakademie Metzingen in der Eisenbahnstraße 29 ein Nachgespräch statt.