Metzingen „Outbreak“ und die Musik mit der Botschaft

Metzingen / Von Kirsten Oechsner 10.06.2018

Sie ist eine der namhaften und bekanntesten Bands der christlichen Musik, am Samstag hat „Outbreak“ auch das Open-Air-Gelände am Ferientagheim gerockt und die Zuschauer regelrecht beseelt: In friedlich-lässiger Stimmung feierten rund 700 Besucher ein von einer besonderen Stimmung geprägtes Festival. Alles passte zusammen: Wetter, das Areal inmitten der Natur und vor allem die Musik mit Botschaft.

Die zehn Musiker von „Outbreak“ spielen bei großen kirchlichen Veranstaltungen und sind weltweit unterwegs. Am Samstag machten sie in Metzingen Station und lockten Besucher weit über die Region hinaus aufs Ferientagheim-Areal: Quasi aus dem Nichts haben die Organisatoren um Kirchengemeinderat Claus Ladengast ein perfektes Festival-Gelände geschaffen mit großer Bühne, Versorgungsstationen und mobilen Toiletten.

Perfekte Atmosphäre

Die Besucher komplettierten die perfekte Festival-Atmosphäre, hatten sich mit Decken zum Sitzen, dicken Jacken für die Kälte in den Abendstunden und Regenklamotten entsprechend ausgerüstet. Doch letzteres brauchte man nicht: Allen Wetterprognosen zum Trotz war zu Konzertbeginn der Himmel über Metzingen blau, und es wehte ein laues Lüftchen.

Von dicken Gewitterwolken war jedenfalls zur Freude von Claus Ladengast nichts zu sehen, und es kam auch kein Gewitter auf: „Wir sind dankbar, dass wir von unserem Herrn Schutz, Bewahrung und Segen für das Konzert bekommen haben.“ Noch beim Aufbau hatte es nicht so positiv ausgesehen, bei Regen hatten am Freitag die ersten Arbeiten begonnen.

Das war wohl auch der Grund, dass der Vorverkauf nicht ganz so optimal lief wie erwartet: „Viele haben wohl erst das Wetter abgewartet und sich spontan für einen Besuch entschieden“, mutmaßt Ladengast, an der Abendkasse lief es letztlich rund. Wer gekommen war, hat es auch nicht bereut: „Es ist ein wunderbares Konzert“, schwärmte Dieter Schott, Pfarrer der Metzinger Friedenskirche. „Wir nehmen es als ein Geschenk Gottes an“, meint er und stimmt bei seinem persönlich ersten Live-Konzert der Band in einen Song mit ein. „Die Lieder sind mir bekannt, wir singen die Lieder zum Teil in den Gottesdiensten“, erklärt er.

Und so erklingt zum Teil ein großer Chor aus begeisterten Mitsängern aus dem Publikum, wenn die Musiker ihre vielfach bekannten Titel spielen. Doch ein Konzert von „Outbreak“ ist mehr als ein reines Abspielen von einem Song nach dem anderen: Die Musiker bitten zum Gebet, erzählen wie Mia Friesen ihre ganz persönliche Lebensgeschichte – authentisch und berührend, nachdenklich und doch wird viel gelacht. Gelöst die Stimmung unter den Zuschauern, anspruchsvoll das Programm für die Akteure auf der Bühne: Sie spielen über zwei Stunden ohne Pause, Claus Ladengast weiß weshalb. „Sie wollen den Flow und die einmalige Stimmung nicht unterbrechen.“

Seit einem Jahr bereiten einige Mitstreiter aus der evangelischen Gesamtkirchengemeinde und des Metzinger CVJM das Konzert mit einem Ziel vor: „Den jungen Menschen die Botschaft von Jesus Christus nahezubringen“, so Ladengast. Doch nicht nur die junge Generation fühlte sich zur Freude der Organisatoren davon angesprochen: „Es lassen sich auch zahlreiche Ältere auf dieses einmalige Erlebnis ein“, bilanziert Ladengast mit Blick aufs Festivalgelände. Dort genießen Teenager und junge Paare, Familien und Senioren einen unvergesslichen Abend, der mehr ist als ein reines Konzert zur Unterhaltung.

700

Besucher sind am Samstagabend aufs Gelände des Metzinger Ferientagheims zum Open-Air-Konzert der christlichen Gruppe „Outbreak“ gekommen.

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