Der Hülbener Schi-Club gehört zu den größten Vereinen der Albgemeinde. Gegründet am 18. Januar 1970 fand auf den Tag genau nach 50 Jahren am Samstag in der Rietenlauhalle der Festakt zu diesem Jubiläum statt. Ein würdiger Anlass, auf Geschichte und Entwicklung zurückzublicken, Ehrungen vorzunehmen und Einblick in die Aktivitäten des Clubs zu vermitteln.

Stolz über Entwicklung

Mit Trommelwirbel und Paukenschlägen angekündigt, zog der Musikverein unter Leitung von Regina Korneck mit dem Bergsteigermarsch ein. Der zweite Vorsitzende Andre Kuder führte an diesem Abend durch das Programm. Der Stolz über die Entwicklung und Bedeutung des Clubs in der Gemeinde waren ihm anzumerken.

Ein Grußwort vom Bürgermeister gehört zu einem solchen Festakt schlicht dazu. Stattdessen aber ließ sich Siegmund Ganser auf der Bühne sitzend vor den Bildern eines kleinen Films nieder. Mit Kuder, bekleidet in einem Skianzug, konnten die Gäste einem Gespräch über die Anfänge des Clubs lauschen: Das Skigebiet Hesel, sozusagen die Heimat der Mitglieder, kam in seinen Anfängen zur Sprache.

„Gigantisches Team“

Da wurde an den Verkaufswagen erinnert, dem die Hütte folgte, an den Skilift, an die ersten Aktivitäten. „Lohnen sich die Investitionen“, wollte der Bürgermeister wissen. „Gar keine Frage“ entgegnete Andre Kuder. Er verwies auf das „gigantische Team“, das diese Entwicklung möglich gemacht hat. Der Schi-Club sei eben „etwas Besonderes“, resümierte Ganser und überreichte der Vorsitzenden Tina Epple einen Scheck.

Andreas Schmidt, Vorsitzender des Ostbezirks des Schwäbischen Skiverbandes, würdigte in seinem Grußwort die Schneesportfreunde für ihre Aktivitäten in den vergangenen Jahren, ging auf die Skitouren und auf die sommerlichen Aktivitäten ein und richtete außerdem den Blick auf ihre sportlichen Leistungen.

Ehrungen und Plaketten

Der Vorsitzenden überreichte er die Ehrenplakette in Gold des Deutschen Skiverbandes und den Schneekristall des Schwäbischen Skiverbandes. Stefanie Genkinger, Gesamtvorsitzende der Vereine, würdigte die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder.

Die Kinder-Gymnastikgruppe lockerte als „Schi-Club Feen“ mit ihren graziösen Bewegungen den Reigen der Reden auf, und ließ mit ihrer Aufführung an rieselnde Schneeflocken denken. Tina Epple hielt die Festansprache zu diesem Jubiläum.

Zunächst wurde aus dem Buch „Hülben. Gang durch die Geschichte“ jener Teil gelesen, in dem es um die ersten 17 Jahre des Schi-Clubs geht. Hier wurde auf die Selbständigkeit des Clubs verwiesen, die eine Verschmelzung mit einem anderen Verein verhindert hatte.

Schon 50 Jahre dabei

50 Jahre Schi-Club und 50 Jahre Mitgliedschaft – eine solche Konstellation ist eine Seltenheit. Diese Mitgliedschaft wurde mit der Treuenadel in Gold geehrt, die Hans Christner, Mina Christner, Alfred Dümmel, Hilde Dümmel, Ursel Gollmer, Fritz-Ulrich Herter, Peter Kächele, Siegfried Kächele, Fritz Kraut, Walter Kraut, Andreas Kuder, Karl-Heinz Kuder, Ruth Kuder, Agathe Kuder-Stanienda, Gertrud Scholl, Andreas Sperl und Marieluise Wetzel erhielten. Zu Ehrenmitgliedern wurden Hilde Dümmel, Siegfried Kächele, Ruth Kuder, Gertrud Scholl und Fritz-Ulrich Herter ernannt.

Die Ehrennadel des Schwäbischen Skiverbandes in Silber wurden Tina Epple, Andre Kuder und Oliver Eisenlohr überreicht.

Zwei Ehrungen nahm Bürgermeister Siegmund Ganser vor: Er überreichte Andre Kuder die Landesehrennadel und die Gemeindeplakette in Bronze.

Mode der vergangenen Tage

Gegen Ende des Abends setzte das Schischulteam mit einer besonderen Präsentation einen sportlich-modischen Akzent: Die Trainer führten Skianzüge vor, die die Mitglieder im Laufe der Jahre getragen haben. Der rege Applaus ging dazu über, dass das Publikum sich nicht nur erhob, sondern auch bei den Bewegungen der posierenden Trainer mitmachte.

Beim gemütlichen Beisammensein blieben die Vereinsmitglieder noch lange vereint: Bei der Bewirtung durch die Mitglieder des Tennisclubs konnten sie sich dem persönlichen Austausch über das Leben im Club widmen.

18


Am 18. Januar 1970 haben sich die ersten Skibegeisterten aus Hülben zusammengetan, um ihrem Hobby nachzugehen. Der Verein gehört zu den mitgliederstärksten der Gemeinde.