Hülben / swp

Welche Kultur braucht der ländliche Raum? Und was braucht Kultur im ländlichen Raum? An welchen Kriterien kann Kulturarbeit im länd­lichen Raum gemessen werden und welche Rahmenbedingungen sind nötig, damit Kulturinstitutionen und Kulturakteure vor Ort lebendige Kulturangebote für und mit den Menschen umsetzen können?

Bei der Kulturplattform der „Lernenden Kulturregion Schwäbische Alb“ am Samstag, 16. September, in Hülben, sollen diese Fragen in vier Fachforen diskutiert werden. Insgesamt haben sich bereits 120 Akteure aus Politik, Kultur und Gesellschaft angekündigt, sodass die Veranstaltung eigentlich komplett belegt ist. Wollen Interessierte zuhören, so gibt es laut Pressesprecherin Judith Bildhauer allerdings eventuell noch die Möglichkeit, spontan zu den Diskussionsrunden im Alten Schulhaus in Hülben zu kommen. Bleiben angemeldete Besucher der Veranstaltung fern, können eventuell noch Zuhörer eingelassen werden. Die große Resonanz hat Bildhauer überrascht: „Bei der ersten Auflage des Kulturforums hatten wir nur 80 Besucher.“

Die Moderation erfolgt durch vier Kulturexperten: Dr. Axel Burkharth, Leiter der Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg, Lydia Grün, Geschäftsführerin des „netzwerk junge ohren“ und Studiengangsleiterin Musikvermittlung/Musikmanagement an der HfM Detmold, Johanna Niedermüller, Schauspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin, Kulturagentin sowie Gastdozentin an der HMDK Stuttgart, und Harriet Völker, Referentin des Programms „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“.

Im Anschluss diskutieren Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Klaus Pavel, Landrat des Ostalbkreises und Projektträger sowie Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, darüber, auf welche strukturellen und politischen Besonderheiten die Kulturförderung in ländlichen Regionen und kleineren Städten reagieren muss und welche kulturpolitischen Instrumente greifen, um die Kulturarbeit im ländlichen Raum langfristig zu unterstützen. Die Moderation übernimmt Dr. Angela Bittner-Fesseler, Professorin für Medien- und Kommunikationsmanagement an der SRH Fernhochschule.

Die Kulturplattform im Alten Schulhaus beginnt am Samstag um 10 Uhr. Die Diskussionen starten um 11 und 14.30 Uhr. swp

Lernende Kulturregion Schwäbische Alb

Die Veranstalter „Lernende Kulturregion Schwäbische Alb“ heißt das Projekt, das von der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des Programms „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ von 2016 bis 2020 gefördert wird. Im Fokus stehen Kultureinrichtungen, die sich noch mehr für die Menschen und Themen im ländlichen Raum öffnen, neue Formate ausprobieren und ihre Arbeitsweisen weiterentwickeln. In Kulturwerkstätten arbeiten das Theater Lindenhof in Melchingen, das Landestheater Tübingen, das Federseemuseum Bad Buchau, die Opernfestspiele Heidenheim und die Interim-Kulturhandlungen an gemeinsamen Projekten auf der Schwäbischen Alb.