Die Macher des Spielplans der Basketball-Bundesliga haben das Duell Ludwigsburg gegen Bonn binnen eines Monats gleich zweifach angesetzt: Nach dem deutlichen Hinspiel, das die Nordrhein-Westfalen am Dreikönigstag 86:62 gewannen, steht an diesem Samstag (20.30 Uhr) – also 27 Tage später – bereits das Rückspiel auf der Agenda.

Obwohl wenig Zeit vergangen ist, hat sich auf beiden Seiten seit dem ersten Aufeinandertreffen im Saisonverlauf einiges verändert. Bei den MHP Riesen Ludwigsburg ist mit Marcos Knight ein elementarer Bestandteil neu dabei, bei den Gästen gab es gleich mehrere Neuerungen: Coach Predrag Krunic und Topscorer Ra’Shad James verließen den Klub, Point Guard Josh Mayo und Defensiv-Ass Yorman Polas Bartolo fehlten zuletzt mit Muskelproblemen. Aus dem Tritt gekommen sind die Bonner deshalb aber nicht. Im Gegenteil! Krunic-Nachfolger Chris O’Shea hat in der ehemaligen Bundeshauptstadt für eine Aufbruchsstimmung gesorgt, die seine Mannschaft in den zurückliegenden zwei Wochen in gute Auftritte ummünzte.

International gut unterwegs

Am vergangenen Dienstag sicherten sich die Telekom Baskets durch einen 91:83-Erfolg über UNET Holon die Qualifikation für den FIBA Europe Cup, zuvor siegten sie bereits überraschend in Venedig (69:73) und verkauften sich auch beim knappen Halbfinal-Aus im BBL-Pokal in Bamberg (90:87) achtbar. Neben Ex-Riese Martin Breunig, der sich seit Wochen in herausragender Form befindet und seinem ehemaligen Arbeitgeber im Hinspiel 15 Punkte und 11 Rebounds einschenkte, glänzte gegen Holon zuletzt auch James Webb III. Der US-Amerikaner legte ein Double-Double auf (17 Punkte, 14 Rebounds) und zeigte seine beste Saisonleistung. Schnell wird klar: Aufgrund der letzten Ergebnisse und der aufstrebenden Form gehen die Gäste am Samstagabend als Favorit in die Partie.

Ludwigsburg möchte derweil, wie schon gegen Bayreuth (100:82), ihr bestes Gesicht zeigen – und die zurückliegenden Auftritte in Champions League und BBL in der MHP-Arena in den gedanklichen Hintergrund drängen.

Nach zuletzt enttäuschenden Ergebnissen und moralischen Genickschlägen würde ein Heimsieg gegen die Telekom Baskets positive Energie freisetzen. Die Herausforderung ist dabei groß, doch die Heimbilanz in der Liga mit sieben Siegen aus neun Partien durchaus gut. Am Samstag soll diese Bilanz nun weiter ausgebaut und der sechste Heimsieg auf nationaler Ebene in Serie gefeiert werden.