In wenigen Wochen, am 10. Februar, beginnt die zehnte Auflage der Ludwigsburger Vesperkirche. In einem Pressegespräch haben die Verantwortlichen einen Einblick in den Planungsstand gegeben und sich an die Anfänge vor zehn Jahren erinnert. „Eigentlich wollten wir ja schon ein Jahr früher mit der Vesperkirche starten“, erinnert sich die Diakoniepfarrerin Gisela Vogt an die Zeit vor elf Jahren. Es sei dann aber wegen des großen Organisationsumfangs schnell klar gewesen, dass man einfach noch ein weiteres Jahr zur Vorbereitung braucht. „Und ganz klar, mussten wir bei der ersten Auflage auch um Fördermittel innerhalb der Kirche kämpfen“, erzählt Martin Strecker, Geschäftsführer des Kreisdiakonieverbands.

Vor zehn Jahren kam es dann zur Premiere in der Friedenskirche. Seither hat die Kreisdiakonie laut Strecker jährlich bis zu 120 000 Euro für die dreiwöchige Veranstaltung ausgegeben, insgesamt also gut eine Million Euro. „Dank vieler Großspender können wir die Vesperkirche jedes Jahr stemmen“, sagt Strecker. Dankbar sei man aber auch für jede Einzelspende. Und ganz wichtig bei dem Angebot sind natürlich die Ehrenamtlichen. Etwa 65 braucht Projektleiterin Bärbel Albrecht pro Tag. 800 Menschen wurden für den Dienst dieses Jahr wieder angeschrieben und es sind noch nicht alle Plätze belegt. Eingesetzt werden die Freiwilligen in verschiedenen Gruppen. So gibt es Teams für die Bereiche Kuchen, Kaffee, Service, Essensausgabe, Begrüßung und (Geschirr-)Transport. „Das Begrüßungsteam hat sich erst im Laufe der Jahre ergeben“, sagt Albrecht. „Das ist auch eine Sache, die Atmosphäre schafft, wenn man an der Tür von einem freundlichen Menschen begrüßt wird“, findet Strecker.

Neben einzelnen Tagen, die Arbeitszeiten sind von 10.30 bis 15.30 Uhr, gibt es auch noch Bedarf bei Auf- und Abbau in der Woche vor dem 10. Februar und nach dem 3. März. Jeder, der Interesse hat, kann sich direkt bei Albrecht unter der Nummer (0176) 32 09 01 52 melden. „Am Montag, 14. Januar, findet ab 19 Uhr in der Friedenskirche ein Vorbereitungstreffen für Interessierte statt“, wirbt die Projektleiterin fürs Ehrenamt. Der Kampf für die Einrichtung und vor allem die vergangenen zehn Jahre Vesperkirche haben geprägt. „Für mich ist das ein kleines Himmelreich“, schwärmt Vogt. Vieles was sonst in der Gesellschaft nicht so klappe, funktioniere bei der Vesperkirche, die vor allem das Miteinander der verschiedenen Milieus groß schreibt.

Neben dem Essen von der Karlshöhe, rund 500 werden täglich bei der Vesperkirche ausgegeben, und den rund 40 Kuchen täglich, soll es auch in diesem Jahr wieder Angebote in den Bereichen Fußpflege, Friseur, Kleiderstube, Massage, Ambulanz und Kinderecke geben.

www.vesperkirche-ludwigsburg.de

Rahmenprogramm bei der Vesperkirche in Ludwigsburg


Neben dem Essen und der Begegnung gehört auch ein Rahmenprogramm zur Vesperkirche. Das beginnt in diesem Jahr am Sonntag, 10. Februar, um 9.30 Uhr mit dem Eröffnungsgottesdienst. „In den Flyern steht noch dran, dass ich diesen halte, aber wir konnten dafür jetzt sogar die Rundfunk-Pfarrerin Lucie Panzer gewinnen“, freut sich Diakoniepfarrerin Gisela Vogt.

Am Donnerstag, 14. Februar, steht dann ab 19.30 Uhr ein Benefizkonzert mit „Dieter Falk & Sohn“ an. „Er ist in der Kirchenszene aber auch darüber hinaus sehr bekannt“, sagt Martin Strecker von der Diakonie. Mit Tafelausweis kostet der Eintritt nur 1,50 Euro sonst 19,90 Euro.

In der Woche darauf, am 21. Februar, ebenfalls ab 19.30 Uhr steht eine Gesprächsrunde zum Thema „arm und reich – in großer Sprachlosigkeit vereint?!“ auf dem Programm. Neben Diakonie- und Caritasvertretern sollen dabei auch Betroffene zu Wort kommen.

Auch in diesem Jahr gibt es zudem wieder einen Kinoabend in der Friedenskirche. Dieser findet am 28. Februar ab 19.30 Uhr statt. Gezeigt wird der Film „Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt.“ Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, um Spenden wird gebeten.

Letzter Programmpunkt der Vesperkirche ist dann am Sonntag, 3. März, ab 9.30 Uhr der Abschlussgottesdienst mit Dekan Winfried Speck. fr