Rohbaute Wichtigste Etappe geschafft

Nach technischen Schwierigkeiten ist es nun soweit: Die zwei Rohbauten der Seniorenwohnungen im Wanner Areal in Ingersheim stehen schon.
Nach technischen Schwierigkeiten ist es nun soweit: Die zwei Rohbauten der Seniorenwohnungen im Wanner Areal in Ingersheim stehen schon. © Foto: MARTIN KALB
Ingersheim / Von Günther Jungnickl 12.10.2018

Im Februar diesen Jahres fand der erste Spatenstich für ein privates Mehrfamilienhaus und das Gebäude für die Senioren-Eigentumswohnungen samt Tiefgarage statt. Jetzt konnte dort Richtfest gefeiert werden. „Die wichtigste Etappe ist geschafft“, freute sich Bauherr Erwin Paulus am Donnerstag in seiner kurzen Begrüßungsrede in Ingersheim.

Trotz enormer technischer Schwierigkeiten wurden die beiden Rohbauten fristgemäß fertig. Vor allem die Entdeckung von Schichtwasser im Untergrund bereitete ihm Sorgen. Denn damit es nicht zu einer Unterspülung des Baus komme, musste eine Betonwanne unter die Tiefgarage eingezogen werden. Das hob die Baukosten von 5,4 Millionen Euro an.

Kein Bedarf für Parkplätze

Doch auch der Ingersheimer Gemeinderat bekam an diesem Tag sein Fett ab, weil er bei der Verabschiedung des Bebauungsplans festgelegt hatte, dass es zwei Autostellplätze pro Wohneinheit geben soll. Das gelte demnach auch für die elf Seniorenwohnungen, doch Bauherr Paulus bezweifelte, dass bei älteren Menschen tatsächlich dieser Bedarf bestehe.

„Mit solchen überzogenen Forderungen verteuert man nur das Bauen heute“, meinte er. Die stellvertretende Bürgermeisterin Hanne Hallmann, die den an diesem Tag verhinderten Bürgermeister Volker Godel vertrat, war allerdings der Meinung, dass diese Regel nicht für die Seniorenanlage gelte.

Viel Lob spendete Paulus dagegen den Handwerkern der Firma Spahrbau aus Sachsenheim, weil sie trotz allem enorm schnell mit den beiden Rohbauten für die Senioren und das Achtfamilienhaus der Familie Wanner fertig wurden.

Einer von ihnen, der Maurermeister Jochen Keim, durfte deshalb auch den gereimten Richtspruch („Dem neuen Hause recht viel Glück“) sprechen, da Zimmerleute an beiden Komplexen nicht beteiligt waren. Mit einem dreifachen Hoch auf Bauherrschaft, auf die Architekten und die Handwerker schloss die kleine Zeremonie und es folgte der gemütliche Teil der Veranstaltung: Essen und Trinken.

Das Eigentumsprojekt für Senioren bildet zusammen mit der Seniorenresidenz „Wohnen Plus“, die seit Juni diesen Jahres von der Evangelischen Heimstiftung gebaut wird, ein ehrgeiziges Projekt der Gemeinde Ingersheim in Sachen „Betreutes Wohnen“. Da die Firma Paulus bereits vor rund zehn Jahren das Karl-Ehmer-Haus an der Bietigheimer Straße gebaut hat, schloss Erwin Paulus daraus, „dass wir das offenbar ganz gut gemacht haben“.

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