Ludwigsburg Werner Spec akzeptiert den Strafbefehl

OB Spec wurde wegen Fahrens ohne Führerschein bestraft.
OB Spec wurde wegen Fahrens ohne Führerschein bestraft. © Foto: Helmut Pangerl
Ludwigsburg / UWE MOLLENKOPF 11.04.2013
Ludwigsburgs Oberbürgermeister Werner Spec ist für seine Fahrt ohne Führerschein zu drei Monaten Fahrverbot und einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen verurteilt worden.

Ein anonymer Hinweis hatte es Ende des vergangenen Jahres publik gemacht: Ludwigsburgs Oberbürgermeister Werner Spec hatte sich am 10. Dezember 2011 trotz eines vierwöchigen Fahrverbots (wegen zu schnellen Fahrens) ans Steuer seines Wagens gesetzt, um seine 25-jährige, behinderte Tochter zu besuchen. In Konstanz war es dann zu einem Auffahrunfall gekommen.

Dafür muss Spec nun eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zahlen, und es wird ein Fahrverbot von drei Monaten verhängt. Die Höhe der Tagessätze bemisst sich nach seinem Gehalt. Vorbestraft ist der Verwaltungschef damit nicht. Das wäre er erst bei einem Strafbefehl ab 90 Tagessätzen gewesen.

Spec hat mittlerweile erklärt, den Strafbefehl zu akzeptieren. In einer Stellungnahme teilte er mit, die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hätten die von ihm nach Bekanntwerden des Vorfalls gemachten Angaben - unter anderem in einer nicht-öffentlichen Sitzung des Gemeinderats Ende Januar - bestätigt. Demnach hatte er nach dem leichten Auffahrunfall mit Blechschaden selbst die Polizei gerufen. Gegenüber den Polizeibeamten habe er sich nicht als Oberbürgermeister zu erkennen gegeben. Dies bestätigt auch Claudia Krauth, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart. Warum sich die Beamten nicht den Führerschein zeigen ließen, konnte nicht geklärt werden.

Spec betont in seiner Stellungnahme auch: "Das Fahren trotz Fahrverbotes ist nicht zu entschuldigen. Wie jeder Mensch in vergleichbaren Fällen, trage ich für mein Fehlverhalten die Verantwortung."

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