Ludwigsburg / Vivien Staib  Uhr

Immer nachmittags von 15 bis 16 Uhr sitzen die Modeinteressierten und Guido-Maria-Kretschmer-Fans, vor ihren Fernsehgeräten und schauen den fünf Kandidatinnen der Vox-Serie „Shopping Queen“, beim Einkaufen zu. Vor zwei Wochen konnten die Zuschauer wieder ein Einkaufsspektakel in Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart bewundern und mit dabei war die Neckarweihingerin Rositha Schaupp.

Ziel der Fernsehshow ist es, ein Outfit zu einem Motto und zu einem Budget von 500 Euro zu kaufen und es am Ende des „Shopping“-Tages auf dem Laufsteg vor den anderen Kandidatinnen in Szene zu setzen. Die Kandidatinnen und Designer Guido-Maria Kretschmer vergeben Punkte für das Outfit und die Kandidatin mit der höchsten Punktzahl gewinnt. Insgesamt 46 von 50 möglichen Punkten konnte Rositha Schaupp erringen und sicherte sich so den Sieg.

Die 68-Jährige ging nicht wie die anderen Kandidatinnen in Stuttgart sondern in der Ludwigsburger Innenstadt einkaufen: „Aufgrund der knappen Zeit war ich in nur drei Läden“. Schaupp berichtet, dass man dem Sender vor Antritt der Shoppingwoche alle Läden, die man gerne besuchen möchte, per Excel-Liste zusenden muss: „Der Sender muss sich erkundigen, ob die Ladenbesitzer es erlauben, dass man in ihrem Geschäft dreht.“ Das Motto erfahren die  Kandidatinnen laut Schaupp aber wirklich erst am ersten Tag der Woche per Videonachricht von Guido-Maria Kretschmer. Rositha Schaupp hat mit ihrem jugendlichen Stil passend zum Motto „Taschen-Trend! Kreiere ein Outfit rund um deine neue Luxus-Tasche“, die Konkurrenz übertrumpfen können.

Besonders war an der Woche in Stuttgart außerdem, dass es eine sogenannte „Joker-Woche“ war: Die Kandidatinnen bekommen zusätzlich 200 Euro Budget, verzichten dabei aber auf eine Stunde Einkaufszeit. Rositha Schaupp meisterte ihren Einkauf am dritten Drehtag in drei Stunden souverän. „Auch die Kandidatinnen waren alle super freundlich und wir haben uns wunderbar verstanden. Wir haben uns danach auch nochmal getroffen“, so die 68-Jährige.

Auch hinter den Kulissen hatte die Shopping-Queen-Siegerin viel Spaß: „Es war sehr interessant die Wohnungen der anderen Kandidatinnen zu sehen und zu erkunden. Das Kamerateam war sehr freundlich und wir haben tolle Aktionen gemacht. Das Team war auch nicht aufdringlich“, so die Neckarweihingerin. Bis eine einminütige Szene sitzt, kann es jedoch auch manchmal zwei Stunden dauern, berichtet Schaupp: „Da geht man manchmal die Treppe hoch und runter oder muss mehrere Male Kommentare abgeben, bis der Winkel perfekt ist und man wirklich alles im Kasten hat. Ein Drehtag konnte von morgens um 9.30 Uhr schon bis abends um 23 Uhr gehen“. Nach dem Dreh gibt es an jedem Abend zusammen mit dem Kamerateam auch ein kleines Abendessen, auf Kosten des Senders.

Anstrengende Drehtage

Welche Szenen am Ende in welcher Konstellation ausgestrahlt werden, sehen auch die Kandidatinnen erst, wenn die Sendung offiziell im Fernsehen läuft, so Schaupp. Gedreht wurde die Shopping-Queen-Woche Ende April, am 14. Mai besuchten die Kandidatinnen dann Guido-Maria Kretschmers Atelier in Berlin. Beworben habe sich Rositha Schaupp im Januar, der Prozess zur fertigen Sendung dauerte dann wenige Monate an. „Die Drehtage waren zwar sehr anstrengend und lang, aber bei Shopping Queen mitzumachen, war wirklich eine einmalige Erfahrung. Ich habe es wirklich keine Sekunde bereut und es ist toll, mal so etwas völlig Neues erlebt zu haben“, so die Neckarweihingerin.

Ein letzter Tipp von der Shopping Queen Siegerin: „Man sollte vorher einen Plan im Kopf haben, damit man sich während des Shopping-Tages nicht abhetzt. Oft denkt man, dass man noch was Besseres finden würde, aber man muss einfach den Moment festhalten und sich entscheiden.“