ÖPNV Über den Fuchshof umstiegsfrei in die Weststadt

Ludwisgburg / Heidi Vogelhuber 07.07.2018

Der Einstieg in die vertiefte Planung der Ost-West-Querung in Ludwigsburg sei nun erforderlich, denn es sei nicht nur eine Zeit- sondern auch eine finanzielle Frage, sagte Ludwigsburgs Baubürgermeister Michael Ilk am Donnerstagabend im Bauausschuss. Die beschlossene Doppelstrategie und die damit verbundene Verbesserung des ÖPNV müsse weiter vorangetrieben werden. Hierzu hatte die Stadt jeweils vier Vorschläge zum Streckenverlauf der BRT-Busse (Schnellbusse) in Ost- und Weststadt vorgestellt. Die BRT-Trassen sollen zum Teil später für die Niederflurbahn umfunktioniert werden (die BZ berichtete).

Nach langem Hin und Her stimmte der Ausschuss für die von der Stadt favorisierte Trassenführung über den Fuchshof beziehungsweise im Westen über die Mörikestraße. Es gab drei Gegenstimmen und eine Enthaltung. Reinhold Noz (CDU) regte an, den Stadtteil Pflugfelden besser einzubinden, und die BRT-Trasse über die Schwieberdinger Straße zu führen. Da er sich aber nicht vorstellen könne, dass zwei Spuren für den BRT frei gemacht werden könnten, schlug er vor, die Rückfahrtstrecke über eine Nebenstraße, etwa die Hoferstraße, zu führen. Ilk stimmte der Untersuchung zu und nahm sie als Zusatz auf.

Umstiegsfreies Busfahren

Die Vermutung von Dr. Christine Knoß, der ÖPNV-Nutzer müsse umsteigen, um vom Osten in den Westen der Stadt zu kommen, konnte Sascha Behnsen vom Fachbereich Stadtplanung und Vermessung verneinen. Die Strecke sei umstiegsfrei zurückzulegen.

Ja zur Bus-Bevorrechtigung

Margit Liepins erklärte, dass die SPD nicht grundsätzlich gegen eine Bevorrechtigung von Bussen sei, kritisierte aber, dass „anscheinend Busse nur bevorrechtigt werden können, wenn sie BRT heißen“. SPD-Kollegin Regina Orzechowski sprach sich komplett gegen die Schnellbusse aus: „Im Geiste werden schon BRT-Busse gekauft, was meines Erachtens völlig sinnfrei ist.“ Ob Bus oder BRT-Bus werde je nach Bedarf entschieden, beschwichtigte Ilk. Die Bus-Trassen seien nicht ausschließlich für die 25 Meter langen Schnellbusse gedacht, auch die zwölf Meter langen Modelle könnten darauf fahren. Der Gemeinderat stimmte dem Finanzierungsschlüssel (siehe Infokasten) für planungs- und projektvorbereitende Kosten der Schienenprojekte (Stadtbahn und Reaktivierung der Eisenbahnstrecke) einstimmig zu. Darin enthalten sind Planungen, Gutachten, Untersuchungen, Simulationen, Rechtsberatung und die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit der beteiligten Kommunen. Noch haben Kornwestheim, Markgröningen und Möglingen nicht zugestimmt. Sollte dies nicht geschehen, muss eine erneute Berechnung durchgeführt und erneut verhandelt werden.

Aufteilung der Planungskosten auf die Kommunen

650 000 Euro Planungskosten fallen für die Schienenprojekte (Stadtbahn und Reaktivierung der Eisenbahnstrecke) an.

325 000 Euro werden vom Landkreis getragen. Der Rest verteilt sich folgendermaßen:

134 242 Euro übernimmt Ludwigsburg.

64 393 Euro übernimmt Möglingen.

64 317 Euro übernimmt Markgröningen.

62 048 Euro übernimmt die Stadt Kornwestheim. hevo

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