Tamm Tempo 30 auf Teilen der L 1110

Von der Bissinger Straße nördlich des Tammer Bahnhofs bis zum Kreisverkehr mit der Schillerstraße soll Tempo 30 herrschen.
Von der Bissinger Straße nördlich des Tammer Bahnhofs bis zum Kreisverkehr mit der Schillerstraße soll Tempo 30 herrschen. © Foto: Martin Kalb
Tamm / Michaela Glemser 11.10.2018

Die Landesstraße L 1110 von Tamm nach Bissingen und die Kreisstraße K 1671 von Tamm nach Markgröningen sind vom Verkehr erheblich belastet. Beim Erstellen des Tammer Lärmaktionsplans hat sich zudem gezeigt, dass die Anwohner in diesen Bereichen wegen des starken Verkehrs auch unter dem Lärm zu leiden haben. Daher haben sich die Tammer Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung mit Lärmschutzmaßnahmen befasst. So soll in einem Teilbereich der Landesstraße L 1110 nördlich des Tammer Bahnhofs von der Bissinger Straße bis zum Kreisverkehr mit der Schillerstraße die Geschwindigkeit von 50 auf 30 Stundenkilometer reduziert werden.

Tempo soll reduziert werden

Auf der Kreisstraße K 1671 soll in einem Teilabschnitt in der Markgröninger Straße vom Ortseingang bis über die Einmündung in die Unterriexinger Straße hinaus Tempo 30 gelten, und im weiteren Verlauf der Kreisstraße zwischen der Einmündung in die Friedrichstraße und der Bissinger Straße soll die Geschwindigkeit von 70 auf 50 Stundenkilometer abgesenkt werden.

In diesem Teilabschnitt hat der Lärmschutzplan als eine mögliche Maßnahme auch eine Lärmschutzwand vorgeschlagen, doch soll mit deren endgültigem Bau erst bis zur Umsetzung der geplanten Erweiterung der Umgehungsstraße gewartet werden. „Die Möglichkeit der im Lärmschutzplan aufgezeigten Geschwindigkeitsreduzierungen bedeutet aber nicht, dass wir diese auch so realisieren müssen. Bisher war es Ziel, dafür zu sorgen, dass der Verkehr in der Hauptstraße und der Friedrichstraße nicht zum Durchgangsverkehr wird“, sagte der Fraktionsvorsitzende der AWV, Jürgen Hottmann. Er verwies darauf, dass die Straßenkreuzung der Hauptstraße mit der Markgröninger Straße umfangreich verengt worden sei, damit alle Fahrzeuge aus Richtung Markgröningen weiterhin auf der Umgehungsstraße verbleiben. „Wenn wir die Geschwindigkeit auf der Umgehungsstraße herabstufen, führt dies zu einer zusätzlichen Fahrtzeit von 45 Sekunden und bedeutet, dass die Verkehrsteilnehmer wieder durch die Hauptstraße und die Friedrichstraße fahren“, warnte Hottmann. Zudem sei die Hauptstraße im offiziellen Schulwegeplan ausgewiesen, und er wolle sich nicht vorwerfen lassen, die Schüler einer unnötigen Gefahr auszusetzen. Hottmann wollte im Namen seiner Fraktion nur der Geschwindigkeitsreduzierung von 50 auf 30 Stundenkilometer im Bereich der Markgröninger Straße vom Ortseingang bis über die Einmündung in die Unterriexinger Straße hinaus zustimmen.

Lebensqualität für Anwohner

Im Gegensatz dazu war Esther Krain von der SPD sehr erfreut über die Umsetzung der von ihrer Fraktion lange geforderten Maßnahmen. „Mit Tempo 30 gibt es mehr Lebensqualität für die Anwohner“, sagte sie. Robert Malessa (CDU) befürwortete alle aufgeführten Geschwindigkeitsbegrenzungen. „Bei flüssigem Verkehr wird die Fahrt auf der Umgehungsstraße weiterhin attraktiver bleiben“, erklärte er. 

Schließlich genehmigten die Ratsmitglieder mehrheitlich Tempo 30 auf der Landesstraße L 1110 von der Bissinger Straße nördlich des Bahnhofs bis zum Kreisverkehr mit der Schillerstraße sowie Tempo 30 in der Markgröninger Straße vom Ortseingang bis über die Einmündung in die Unterriexinger Straße hinaus. Beide Maßnahmen sollen mit den Fachleuten der Unteren Verkehrsbehörde in Bietigheim-Bissingen erörtert werden.

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