Ludwigsburg Straßenmusikfestival lockt 40.000 Gäste an

Ludwigsburg / BZ 10.06.2014
Bei bestem Festivalwetter war das Internationale Straßenmusikfestival am vergangenen Wochenende im Blühenden Barock in Ludwigsburg ein Publikumsmagnet. Die Veranstalter zählten 40.000 Gäste.

Für die Straßenmusikerszene ist das Festival in Ludwigsburg längst zu einer festen Größe geworden, denn für die 40 Startplätze bewerben sich über 400 Straßenmusiker und -gruppen. Bei allerbestem Festivalwetter begeisterten am Pfingstwochenende an drei Abenden rund 130 Musiker in 40 Gruppen die rund 40.000 Gäste im Blühenden Barock.

Die Künstler absolviertern rund 250 Auftritte an den drei Abenden auf insgesamt zwölf Bühnen im gesamten Park. Hierbei ging es darum, die Gunst des Publikums zu gewinnen, denn wie üblich haben einzig und allein die Besucher das Wort bei der Wahl des Festival-Siegers.

Wie in den letzten Jahren blieb es für die Straßenmusiker spannend bis zum Schluss, genauso wie auch für die Veranstalter des Festivals. Laut einer Mitteilung wurden insgesamt rund 31.000 Stimmen gezählt und ausgewertet. Als BlüBa-Direktor Volker Kugel und Jochen Schroda von "pulsmacher", die seit 2001 gemeinsam das Straßenmusikfestival veranstalten, das Ergebnis in den Händen hielten, mussten sie zweimal hingucken, denn auf dem Siegertreppchen ging es ganz schön eng zu. Platz eins und Platz zwei liegen so dicht beieinander wie noch nie.

Knapp die Nase vorn hatte die Gruppe "Cobario" aus Wien mit 9,29 Prozent der Stimmen. Zum vierten Mal dabei, haben sie es jedes Mal aufs Siegertreppchen geschafft und sich nun auf Platz eins hochgespielt.

Das Trio mit dem Ausnahmegeiger Herwig Schaffner kombiniert spanische, irische, orientalische und slawische Einflüsse mit klassischen Elementen. Die "Jungs aus Wien" haben erst vor rund zwei Wochen den ersten Preis des Klesmerfestivals in Salzgitter gewonnen und dürfen sich nun offiziell "Könige der Straßenmusik" (so der Titel aus Salzgitter) nennen. Platz zwei belegten mit 9,14 Prozent der Stimmen die Festivalneulinge "Carpe noctem" aus Deutschland. Seit fünf Jahren erschaffen die klassisch ausgebildeten Musiker ein eigenes, rockiges und grooviges Klangbild. Den dritten Platz belegen "The Busquitos" aus den Niederlanden mit 6,52 Prozent der Stimmen, eine Band, deren Repertoire von Mozart über die "wilden Zwanziger" bis in die Gegenwart reicht.

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